Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

... alles, was zum Thema Ampera gehört, aber nicht in die anderen Foren passt

Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Stefan_89 » 18. Jun 2018 18:59

Hallo,
ich Überlege mir gerade die Anschaffung eines Opel Ampera.
Habe mich schon tiefer in das Thema eingelesen und habe da ein paar Fragen.
Der Ampera ist ja ein Chevrolet im Opel Kostüm.

Der Volttech Antrieb hier erklärt.
https://www.youtube.com/watch?v=AX5ZwzNwTc4

Da der Ampera welcher über diesen Antrieb verfügt, ist nun über seine 4 MODI´s (Sport, Normal, Gebrige, Halten) zu steuern.

"Sport" habe ich noch nicht studiert, alles wird wohl auf volle Leistung und Leistungserhaltung ausgerichtet....
Denke ich mal, ansonsten weiß ich darüber nichts.

"Normal" nutzt den Akku, bis dieser leer ist in voller Effiziens wo beide Elektromotoren spezifisch und sinnvoll kombiniert das Auto antreiben und abbremsen.

"Gebirge" sorgt für einen Ladestand von 50% um eine steile Bergfahrt nicht von einem Generatorbetrieb abhängig zu machen.

"Halten" sorgt sobald angewählt, für ein dynamisches fahren bei dem beide Systeme sinnvoll genutzt werden unter achtung, dass der Ladestand gehalten wird.


Nun ist es ja so, dass ein Ottomotor, auf niederiger Drehzahl mit guter Brennraumfüllung am effizientesten arbeitet.

Habe mal eine Grafik gesehen wo der Motor wohl bei 2000-2500 Upm in diesem Fall am effizientesten arbeiten soll.

Darüber hinaus ist es immer Effizienter, wenn bei leerem Akku direkt über den Motor gefahren wird, ohne mit diesem einen Generator anzutreiben, welcher dann wieder den Hauptelektromotor versorgt.
Wandlerverluste und die Effiziens der Elektromotoren.....

Es soll beim Ampera einen Modus geben, welcher sich nicht beeinflussen lässt, bei dem der Verbrennungsmotor direkt die Räder antreiben soll und bei leerer Batterie die komplette elektrische Antriebseinheit unbenutzt lässt.

Der Motor soll hierbei auf ein sogenanntes Hohlrad gekoppelt werden.
Mich würde nun interessieren wie und wann das geschieht.
Habe gehört in der Geschwindigkeit von 80-120kmh. Nach welcher Zeit, bzw. welchen Umständen?
Dynamisch ("Variomatisch") oder fest verbunden so als würde man dauerhaft im 5ten Gang fahren?
Bei meiner Probefahrt habe ich von diesem Betrieb nichts feststellen können.
Macht er das vllt. nur bei leerem Akku?

Meine auch, ein Modus hätte Sinn gemacht für den Fall, genau zu wissen, dass man die geplante Strecke nicht mit dem Akku bewältigen kann und der Verbrenner auf effizientesten Drehzahllevel dauerhaft nebenbei laufend zuschaltbar ist.
Das wäre dann aber wieder Elektrisch mit Wandlerverlusten und macht so wohl keinen Sinn, weshalb der 2016er VOLT Gen2 nun 2 Planetengetriebe hat, womit es möglich, bzw. erst sinnvoll ist?

Wie geht ihr also vor? Wenn ihr wisst ihr könnt die Strecke nicht komplett bewältigen?
Alles langsame auf Akku fahren und rechtzeitig bei gleichmäßiger Überland/Autobahnfahrt auf halten umschalten?

Das ist also meine erste Frage die ich über das Systemkonzept hätte.


Weiterhin zum Akku.

2011-13 sollen 16kw Batterien verbaut sein, welche 10.2 nutzen.
2014 16,5kw 10.7 nutzbar.
2015 17,1kw 11.2 nutzbar.

Was hat sich da getan?
Habe glaube nur einmal von einem Schaden an einem Ampera Akku gehört, bei dem eine Zelle von 200 oder so kaputt gegangen ist welche getauscht werden konnte.
Ansonsten, dass die Akkus so schonend benutzt werden, dass auch nach 160000 km keine nennenswerte Alterung festzustellen sein soll.

Sollte man bei Kauf auf irgendwas achten? Möglichst hoher Benzinverbrauch? Oder gibt es ein Menü wo man schauen kann wie oft geladen wurde... vollzyklen.... oder so

Habe auch mal gehört, dass bei einigen Jahrgängen via "chiptuning" oder Programmierung die Nutzungsspanne erhöht werden kann.

Doch schnell den Link rausgesucht:
https://ve.simonandre.ca/module20/

Denke der Akku gibt das her, habe bisher immer gesehen dass alle Zellen bis auf 0.01V immer gleich voll geladen waren, denke nicht jede wird einzeln angesteuert, was schon für eine gute Fertigungsqualität sprechen dürfte.
Kennt jemand die Ladeschlusspannung? Denke er hört bei 3.9V auf im Normalfall.

Ganz eigentlich will ich nur wissen, ob man sich kaufen kann was man will, oder hier und da doch eher in ein späteres Baujahr investieren sollte.

Kann man einen verunfallten Ampera ins Auge fassen? oder Finger weg?
Würde direkt etwas um die 10000€ suchen mit von mir aus über 160000Km, wenn es beim Akku keine wirklichen Bedenken gibt.

Es muss nicht alles auf einmal beantwortet werden, aber wenn ihr zu dem einen oder anderen etwas näher wisst wäre ich dankbar.

Danke schon jetzt

Stefan
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon MfG...Stefan » 18. Jun 2018 21:14

Wenn Du das Forum gelesen hast sind die Fragen eigendlich Überflüssig.

Dennoch möchte ich Dir Fragen beantworten
Stefan_89 hat geschrieben:
Wie geht ihr also vor? Wenn ihr wisst ihr könnt die Strecke nicht komplett bewältigen?
Alles langsame auf Akku fahren und rechtzeitig bei gleichmäßiger Überland/Autobahnfahrt auf halten umschalten?Stefan


Harro`s ZickZack
viewtopic.php?f=24&t=2500&hilit=ZickZack#p32383

Viel Spass beim lesen, mir persönlich ist das zu blöd, ich mags fauler aber auch entspannter und deutlich ruhiger im "Halten-Modus"
Rechtschreibfehler sind eingebaute Besonderheiten und dürfen behalten werden :D
Überzeugt mein Wunschauto zu fahren...segeln...schieben...wasauchimmer :roll:
Am Besten Bergab mit Rückenwind und Heimweh :mrgreen:
MfG...Stefan
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon alex391 » 18. Jun 2018 22:15

Hallo Stefan.
für 10.000.- Euro beantwortest Du die Frage selbst, also über 160.000 KM und auch kein Bj. 2014 sondern eher 2012 , da müsste man schon mehr Geld investieren .
Verunfallten Ampera würde ich keinen nehmen .
Scheckheft gepflegt wäre mir am wichtigsten , besonders bei hoher Kilometer Leistung.
Denn gut gewartet ist der Ampera ein Garant für langen Fahrspaß auch über 300.000 Kilometer .
Neuer ist nicht immer Besser .
Letztendlich ist immer etwas Glück von Nöten einen guten Gebrauchtwagen egal welcher Hersteller zu erwerben .
Wichtig ist das Du zu Hause oder in der Arbeit laden kannst , sonst macht der Ampera keinen Sinn .
Gruß Alex
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon he2lmuth » 19. Jun 2018 07:14

MfG...Stefan hat geschrieben:Wenn Du das Forum gelesen hast sind die Fragen eigendlich Überflüssig.



Jau, das ist so. Alle angesprochenen Probleme und Fagen sind hier diskutiert worden und somit nachlesbar ;)
14000 € sollte er schon kosten.
L.G. Hellmuth

Es ist keinesfalls ausreichend lediglich keine Überlegungen anstellen zu können, man muss auch unfähig sein diese mitzuteilen.
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Markus Dippold » 19. Jun 2018 07:31

Stefan_89 hat geschrieben:"Sport" habe ich noch nicht studiert, alles wird wohl auf volle Leistung und Leistungserhaltung ausgerichtet....
Denke ich mal, ansonsten weiß ich darüber nichts.

"Normal" nutzt den Akku, bis dieser leer ist in voller Effiziens wo beide Elektromotoren spezifisch und sinnvoll kombiniert das Auto antreiben und abbremsen.

"Gebirge" sorgt für einen Ladestand von 50% um eine steile Bergfahrt nicht von einem Generatorbetrieb abhängig zu machen.

"Halten" sorgt sobald angewählt, für ein dynamisches fahren bei dem beide Systeme sinnvoll genutzt werden unter achtung, dass der Ladestand gehalten wird.
Bei Sport wird der B-Motor im reinen E-Betrieb nicht mit eingekuppelt, damit man die "Gedenksekunde" beim Vollgas geben nicht hat. Dito im Rex-Betrieb kein Einkuppeln des Verbrenners.
Und beim Stromgeben spricht er auch etwas schneller an.

Der Bergmodus lädt nur bis 40%.
Eigentlich hat es den Grund, um im Rex-Betrieb genug Strom im Akku zu haben, um beim Bergauffahren immer volle Leistung zur Verfügung zu haben. Allerdings weiß ich nicht, wie man da fahren muß, um in eine solche Situation zu kommen.
Ok, als ich angefangen habe, mich für den Ampera zu interessieren, hatte ich mir einen ausgeliehen. Man kann in schon dazu bringen, daß im Display irgendwann die Meldung kommt (sinngemäß): Es steht aktuell nicht genug Leistung zur Verfügung.
Aber da muß man im Rex-Modus bei leerem Akku (leer bedeutet hier eigentlich 20% SOC) fahren - und man muß so fahren, daß der Rex nie die Chance bekommt, nach einer Beschleunigungsorgie, bei der Zusatzenergie aus dem Akku geholt wird (weil der Generator allein den Haupt-E-Motor nicht bedienen kann), wieder auf die 20% aufzuladen. Also immer voll Beschleunigen und brachial - und damit hauptsächlich mechanisch - runterbremsen.
Im normalen Straßenverkehr hat eine solche Fahrweise meiner Meinung nach nichts zu suchen, das ist eher was für die Rennstrecke.

"Halten" ist wie Akku leer, nur daß man eben den aktuellen SOC hält (im Rahmen der Hysterese) und man so noch mehr Reserven nach unten hat.
Halten nutze ich immer dann, wenn für die Strecke der Akku nicht reicht. Also aus der Ortschaft raus mit Akku, Auf der Autobahn dann Halten, innerorts wieder mit Akku. Wann man jeweils umschaltet, muß man halt anhand der Reststrecke und der restlichen E-Reichweite entscheiden.
Bild- Opel Ampera ePionier, lithiumweiß, Modelljahr 2012
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Mütze404 » 19. Jun 2018 09:14

Markus Dippold hat geschrieben:Also immer voll Beschleunigen und brachial - und damit hauptsächlich mechanisch - runterbremsen.
Im normalen Straßenverkehr hat eine solche Fahrweise meiner Meinung nach nichts zu suchen, das ist eher was für die Rennstrecke.


Ich bin also eine Rennfahrerin :?
Ne mal ehrlich... ich hatte die Situation schon ein paar mal. Passiert mir hauptsächlich in den Kasseler Bergen. Ich fahre sie gerne und gerne auch etwas zügiger. Wenn der Akku leer ist, man vorher nicht im Bergmodus gefahren ist und dann einen längeren Anstieg hat, muss man nicht mal mit 160 fahren, bis die Meldung kommt und die Antriebsleistung reduziert wird. Wenns danach wieder bergab geht, reichts auch für den nächsten Anstieg wieder.... vorausgesetzt er zieht sich nicht so lang.
Klar, man muss es nicht provizieren, aber dass man den Ampera bis aufs Äußerste ausreizen muss, bis er in diese Situation kommt, stimmt auch nicht ganz
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Markus Dippold » 19. Jun 2018 10:55

Den Kassler Berg hochzudüsen reicht aus, um die Meldung zu bekommen?
Ist ja interessant ...
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Martin » 19. Jun 2018 16:23

Markus Dippold hat geschrieben:Den Kassler Berg hochzudüsen reicht aus, um die Meldung zu bekommen?
Ist ja interessant ...


Wenn du das mit leerem Akku machst, ja.
Da ich aber immer weiß wo die kassler berge sind, wenn ich mal da lang komme, habe ich nie einen leeren Akku dort. Prinzipiell benutze ich auf BAB immer den extender und halte den akkustand. Batteriebetrieb nur im Stau und dann den rest der strecke bis zum ziel.
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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon Cyberjack » 19. Jun 2018 22:10

Markus Dippold hat geschrieben:Den Kassler Berg hochzudüsen reicht aus, um die Meldung zu bekommen?
Ist ja interessant ...


San Bernardino Südrampe, daselbe. Sogar mit Bergmodus.

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Re: Macht der Opel Ampera immernoch oder überhaupt Sinn?

Beitragvon MfG...Stefan » 19. Jun 2018 22:16

800Km auf der Autobahn sind im Halten Modus und mit reichlich gefüllter Batterie aus eigener Erfahrung ohne Probleme zu bewältigen.
Den überwiegenden Teil brummelt der Rex leise vor sich hin, geht bei längeren Gefällestrecken sogar aus.
Im Stau oder bei Stop/Go ist es elektrisch anfahren und erst bei höherer Geschwindigkeit kommt der Verbrenner dazu.
Ok die Kassler Berge sind Bergauf ein wenig ruppiger und lauter aber ohne Meldung.

Die durchschnittlich von mir gefahrene Geschwindigkeit hat sich bei 120 Km/h eingestellt.
Und diese Strecke fahre ich mindestens zweimal im Jahr Hin und Zurück.
Auch dafür wurde es der Ampera...weil Er´s kann und das auch noch gut.
Rechtschreibfehler sind eingebaute Besonderheiten und dürfen behalten werden :D
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