Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

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Gerald
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Gerald » 3. Mai 2017 17:01

Markus Dippold hat geschrieben:Ja, ne, oder?
https://www.goingelectric.de/forum/post ... ml#p522244
Also Hybride von öffentlichen Ladesäulen gänzlich ausschließen, wird jetzt schon gefordert.
Fordern kann man viel, wenn der Tag lang ist. ;)

Interessiert mich gar nicht, was so einzelne extreme Menschen fordern. :)
Wenn ich lade und ein Elektroauto braucht den Strom, damit er schnell weiter kommt, habe ich selbstverständlich kein Problem, die Säule frei zu geben.

Viele Grüße
Gerald

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Markus Dippold
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Markus Dippold » 3. Mai 2017 18:05

Gerald hat geschrieben:Wenn ich lade und ein Elektroauto braucht den Strom, damit er schnell weiter kommt, habe ich selbstverständlich kein Problem, die Säule frei zu geben.
Wie machst du das am Destination Charger? Stehst du die ganze Zeit daneben? Oder bittest du den Kinobetreiber, mal für eine halbe Stunde zu unterbrechen? Oder soll die Opern-Sängerin mal eben die Arie unterbrechen? Ziehst du dich an, wenn du im Schwimmbad bist, gehst raus und parkst um? Sagst du deiner Frau, sie soll mal die Einkaufstaschen mit den Klamotten halten, damit du schnell ans andere Ende Fußgängerzone zur Ladesäule laufen kannst? Wohin würdest du überhaupt umparken? Vielleicht ist ja was frei, wenn der Parkplatz groß genug ist. Sehe ich mir Staffelstein (großer Parkplatz) an einem Wochenende an, oder auch das Forchheimer Schwimmbad, Nürnberg Meistersingerhalle, Fürth Michaelis-Umgebung, na, dann viel Spaß bei der Parkplatzsuche ... selbst am Arbeitsplatz parke ist erst immer um ca. 13 Uhr um. Da ist dann im Parkhaus meistens schon was frei. Vorher würdest du ein paar Kilometer bei der Parkplatzsuche verfahren (und dann wäre es schon fast besser gewesen, gleich früh ins Parkhaus reinzufahren und gar nicht zu laden). Vom Zeitaufwand ganz abgesehen.
Woher weißt du überhaupt, daß da jemand laden will (vor allem im Schwimmbad oder in der Sauna - Handyverbot?)? Ich bin kein Freund der Telefonnummer in der Windschutzscheibe. 3 Spaßanrufe war mindestens einer zuviel.

Und zuletzt: Wer sollte da überhaupt kommen, damit er schnell weiterkommt?
Es kann sich dann ja nur um einen alten Tesla oder einen Renault Zoe handeln. Wenn er aber ausgerechnet einen Destination Charger anfährt, um schnell weiterzukommen ... naja, irgendwer hat oben was von guter Planung geschrieben ... die hat der Neuankömmling dann ganz offensichtlich nicht gemacht.

Was machen sie in Fürth und Nürnberg, ach ja, Erlangen auch:
Begrenzen die maximale Standzeit auf 3 Stunden. Ok, aber was machst du, wenn du ins Kino gehst? Oder ins Opernhaus? Beim Kinobesuch: 20 Minuten von der Ladesäule zum Kino und eben so lange zurück. Bleiben 2h20 für den Rest. Dürfte bei den meisten Filmen eng werden. Sehr eng (Werbung, etwas vorher da sein usw). Dem Kinobetreiber muß ich leider sagen, daß ich seine Restaurants nicht besuchen kann. Ich muß ja rechtzeitig wieder bei der Ladesäule sein.
Die Ladesäulenaufsteller sind zwar sehr aktiv, denken aber das alles nicht bis zum Ende durch, ob das überhaupt so sinnvoll ist und funktioniert.

Wenn du keine Antworten auf diese Fragen von oben hast, wie man das bewerkstelligen soll, dann hast du vielleicht den guten Willen. Aber die Praxis ist dann wohl doch nochmal was anderes.
Ich bin gespannt, ob da jetzt auch überhaupt mal praxisnahe Antworten kommen. Wenn nicht, ok, dann weiß ich auch, was ich von der ganzen Sache halten soll.

Und zu allerletzt:
Wie willst du jemanden von der E-Mobiltät überzeugen, wenn du ihm solche Verhaltensweisen an den Tag legst? Denn mit dem Argument, daß es der mit dem Rex nicht braucht, gilt auch: Das vollgeladene BEV braucht es auch nicht.

Egal wie ihr es dreht und wendet, ich zerpflücke jedes eurer Argumente und zeige, daß diese Denkweise einfach praxisfremd ist.
Die einzige Lösung lautet: Es müssen mehr Destination Charger her.
Amsterdam z.B. zeigt, wie es gemacht wird. Für jedes neu zugelassene BEV oder PHEV werden zwei Ladepunkte installiert.
In Deutschalnd wird noch geforscht, welche Ladetechnik die richtige ist oder wo es sinnvoll ist, Ladestationen aufzustellen.
So wäre es in der Tiefgarage hier in Forchheim besser gewesen, anstelle der zwei 22kW-Wallboxen mit teurer Abrechnungstechnik 6-10 kleine 3.7kW-Wallboxen zu montieren, wo der Strom, den man entnehmen kann, überschaubar ist und wo das eben im Parkpreis mit drin ist.
Bild- Opel Ampera ePionier, lithiumweiß, Modelljahr 2012
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Gerald » 3. Mai 2017 18:26

Mein Beispiel galt, wenn ich natürlich beim Auto bin.

Bin ich im Kino oder sonst wo, dann ist das natürlich nicht gültig, das ist selbstredend.

Ich persönlich würde halt nicht das Auto Tage an der Ladesäule lassen. Da hätte ich einfach ein schlechtes Gewissen. Aber das ist nur meine persönliche Einstellung dazu.
Bin ich, wie von Dir beschrieben, in eine Therme, ist das doch selbstverständlich, dass das Auto bis Du wieder kommst dran bleibt.

Ich denke, Du steigerst Dich zu sehr in das Thema rein. ;)
Gerade wir mit unserem Ampera haben doch den Luxus, keine Reichweitenangst zu haben! :)
Benzin gibt es praktisch an jeder Ecke innerhalb Europa. :twisted:

Viele Grüße
Gerald

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Markus Dippold
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Markus Dippold » 3. Mai 2017 19:03

Gerald hat geschrieben:Ich denke, Du steigerst Dich zu sehr in das Thema rein. ;)
Möglicherweise.
Wie hat es bei GoingElectric angefangen?
Erst kamen die Forderungen hoch, daß "Schnarchlader" auch nur an eben solchen Steckdosen laden dürfen sollten.
Als die Schukos immer weniger wurden und immer mehr 22kW-Ladepunkte kamen, kam die Zoe-Fraktion an und wollte, daß die Fahrzeuge, die auch 22kW können, dort Vorrang hätten ("Schnarchlader" müssen die Ladung unterbrechen), damit sie schnell weiter kämen (am Destination Charger!). Das kam auch von Leuten, die bezüglich E-Mobilität noch feucht und grün hinter den Ohren waren und die so Fahrzeuge wie CityEl oder Twike entweder gar nicht oder oft nur von Bildern kannten.
Mittlerweile sind wir soweit, daß "Schnarchlader" am besten gar nicht öffentlich laden sollten - und Fahrzeuge mit REx ("Totengräber der E-Mobilität"), diese Scheißdinger, schon gleich gar nicht.
Ladesäulen sollen für die Fahrzeuge vorbehalten werden, die diese auch leistungsmäßig ausnutzen können.
Tarife werden eingeführt, mit denen die "Schnarchlader" die Fahrzeuge mit schnelleren Lademöglichkeiten quersubventionieren (und die beschweren sich zum Teil trotzdem über die hohen Preise, was soll da der mit dem 3.7kW-Lader erst sagen?).

Und da soll ich mich nicht aufregen?
Ehrlich, ganz ehrlich, ich bin hier noch sehr zurückhaltend.

Mal sehen, was als nächstes kommt.
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Gerald » 3. Mai 2017 19:39

Das sind doch nur ein paar Hansel, die sowas fordern, oder?

Viele Grüße
Gerald

Der_Vorführer
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Der_Vorführer » 3. Mai 2017 20:57

Gerald hat geschrieben:Das sind doch nur ein paar Hansel, die sowas fordern, oder?

Viele Grüße
Gerald
Nur ein paar Hansel.
Bei eine Petition das nur E-Fahrzeuge öffentlich laden dürfen, gab es 52 Unterstützer.

Gruß Stephan.
Mein Opel Ampera Modelljahr 2012 CU111XXX mit EZ 18.12.2014

Angela ich fahre jetzt schon elektrisch, und wann DU???
Glaube keinem der 2020 sagt.

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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Mütze404 » 3. Mai 2017 23:48

Eine Petition?! Ernsthaft?!
1G0R86E46CU109801

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he2lmuth
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von he2lmuth » 4. Mai 2017 06:59

Goingelectric kenne ich nicht, lese ich nicht ist mir auch Wurscht was die dort schreiben.
Tagelang oder auch nur einen Tag lang eine Säule zu blockieren lässt mein schlechtes Gewissen eben nicht zu.
Es gibt noch Andere auf der Welt... und jede neue Säule muss bezahlt werden... über den kWh Preis beim Laden.
L.G. Hellmuth

Es ist keinesfalls ausreichend lediglich keine Überlegungen anstellen zu können, man muss auch unfähig sein diese mitzuteilen.

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Markus Dippold
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von Markus Dippold » 4. Mai 2017 07:47

he2lmuth hat geschrieben:Goingelectric kenne ich nicht, lese ich nicht ist mir auch Wurscht was die dort schreiben.
Tagelang oder auch nur einen Tag lang eine Säule zu blockieren lässt mein schlechtes Gewissen eben nicht zu.
Es gibt noch Andere auf der Welt... und jede neue Säule muss bezahlt werden... über den kWh Preis beim Laden.
Genau diese Argumentation gab es auch bei GE.
Vielleicht doch mal dort lesen. Ich wiederhole hier nicht alles.
(Du kennst auch das dortige Stromtankstellen-Verzeichnis nicht? An dem müssen sich alle anderen, die sowas versuchen, messen lassen.)

Es ist eben NICHT so, daß sich eine kleine Wallbox mit 3.7kW als Destination-Lader über den Stromverkauf bezahlt machen muß. Kann man versuchen, muß man aber nicht. Es kommt eben darauf an ...
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Re: Wegfahren nach Ladeende vom Destination Charger?

Beitrag von high-t » 4. Mai 2017 08:09

Naja zu diesem Thema bin ich auch selbstkritisch.
Versetzt euch in die voll elektrisch Fahrer rein !
Ich lade grundsätzlich zu Hause . Außer natürlich wenn
ich Langstrecke in die Arbeit pendle .
Sind genug Ladeplätze zur Verfügung, stecke ich den Ampi natürlich an .
Aber gibt's eine Wallbox mit 2 Anschlüssen und eine ist schon belegt ,
dann stell ich mich wo anders hin .
Hätte ich einen Zoe oder einen Ioniqe , dann würd ich mich auch anstecken
wollen und währe sauer wenn ein Plug in dort steht .
Mit unseren 16A Ladeschneckentempo sind wir doch wircklich blockierer.
In den ersten Monaten hab ich mich auch überall angesteckt , auch wenn ich nur
20 km verfahren hatte.
Doch in einer Stunde 15 km nachzuladen ist halt echt schon nervig .
Klar in Österreich ist es teilweise noch kostenlos .
Aber wenn ich 1 Stunde wo stehe z.b.: beim Einkaufen, dann sind das umgerechnet 3-4 KWh um 60 Cent !?
Meine Meinung ist , dass zukünftig nur noch schnellader für Pendler die weiter fahren
gemacht werden sollten .
Tesla machts richtig . Wenn eine Reichweite von 300 km erzielt wird dann brauch ich nicht
an jedem Einkaufszentrum Ladeplätze .
Ist momentan nur interessant da es kostenlos ist .
Doch verlangen is dann pro Minute , ist es sicher zu Hause günstiger .
Habe letztens einen Tesla an der 22 kW Wallbox im Auto gesehen , der ist sogar drinn sitzen geblieben
und hat gratis im Einkaufszentrum geladen :( . Das find ich sind Stromschnorrer !
Ein Auto um 120.000€ und dann gratis laden und nicht einkaufen gehen :x
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