Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

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Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon budokan72 » 6. Aug 2017 09:17

Hallo ihr Lieben,

Ampera gekauft, Ampera geladen :-)

Mein Ziel war jedoch, das Auto nur mit solarer Überschussleistung zu laden. Wenn wir also Mittags kochen und nicht genug Solarstrom über ist soll das Laden also unterbrochen werden. Hierfür habe ich den Datenlogger EVA-LOG home genutzt welcher dann die Schuko-Funksteckdose EVA-LOG switch nach Überschuss steuert.
Man muss nur die Kabeldiebstahlhupe des Ampera deaktivieren und das Ganze klappt. Man kann bei entsprechendem S0-Zähler über das Webportal die Ladung mit Leistungskurven, Lademengen und und und... analysieren und dokumentieren. Bringt vollen Durchblick und günstigste Ladung :-)

Ach ja: Die Hausververbräuche und Energieerzeugungsanlagen werden auch mit aufgezeichnet :-)

Da ich den Ampera erst gaaaaanz neu habe habe ich noch nicht referenziert zu den Amperaanzeigen. Kommt aber noch.

Liebe Grüße

Jörg
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon STdesign » 6. Aug 2017 09:47

Hi,

vernünftiger Ansatz. Bei den üblichen Standzeiten eines Autos wird da Batterie wohl trotzdem nahezu immer voll geladen zur Verfügung stehen. Gefällt mir!

Auf den Ladekabel-Diebstahlalarm musst du nicht verzichten. Der Alarm für Ladeausfall lässt sich getrennt abschalten und ist für dein Vorhaben interessant.

Gruß
Beste Grüße, STdesign
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon Markus Dippold » 6. Aug 2017 10:33

budokan72 hat geschrieben:Man muss nur die Kabeldiebstahlhupe des Ampera deaktivieren und das Ganze klappt.
Wieso das?
Oder meinst du den Ladespannungsausfallalarm?

Du schaltest also eine Funksteckdose einfach aus und ein?
Mit wieviel Ampera lädtst du da? 6A? 10A? 16A wird das Ding nicht dauerhaft mitmachen.

Wieviel Leistung hat deine PV-Anlage?



Ich habe schon lange nach einer richtigen PV-Überschußladung gesucht und bin inzwischen zu dem Schluß gekommen, daß es zumindest aktuell für mich nicht sinnvoll ist, einen Haufen Geld in nur etwas Bequemlichkeit zu stecken.

Kein einziges mit bekanntes System kommt mit Solarspeichern so wirklich klar, schon gar nicht, wenn sie DC-seitig angeschlossen sind.
Die Systeme werden sehr teuer, wenn man eine Netzwerkübertragung zur Wallbox benötigt (WLAN ist halt einfach immer da).
Die bezahlbaren Systeme setzen praktisch ausschließlich auf eine proprietäre Übertragung via "Klingeldraht" (Spannungspegel oder RS485 bzw. 232 oder gar USB), was bei einer freistehenden Garage, die quasi maximal weit entfernt von dem Kellerraum steht, wo die "Technik" drin ist, aber etwas ungünstig ist. Da funktioniert auch eine Funksteckdose nicht (hatte mal ein derartiges System zum Test. Fazit: Auf die Entfernung sehr unzuverlässig, klappt so gut wie nie).

Ich baue daher die PV-Anlage nebst Solarspeicher aus.
Wird dann haben:
- ca. 18kWp PV-Leistung (aktuell 9.81kWp, Rest im Dezember geplant)
- 6.4kWh DC-Speicher auf einer Phase (bereit installiert)
- 14.4kWh AC-Speicher (kommt im Dezember, so hoffe ich) auf der Phase, an der vornehmlich das E-Auto geladen wird, damit das direkt von dort kommt und nicht saldierend gemacht werden muß

Dann ist es egal, ob die PV gerade genug liefert oder nicht. Sie hat einerseits genug Leistungsreserven, andererseits puffern die Speicher das locker weg, wenn mal ein paar Wolken am Himmel sind.
Und im Winter muß man halt gucken, was besser ist.

Unter diesen Voraussetzungen bringt eine gesteuerte PV-Überschußladung keinen Vorteil mehr.
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon Timo » 6. Aug 2017 11:31

Das an und ausschalten ist ja wie Stromausfall fürs Auto. nach 3 mal kommt doh die gelbe lampe als Fehlermeldung oder ?

Gruss Timo
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon Cyberjack » 6. Aug 2017 15:46

Und 1x hupt er ohnehin wenn der Strom (wieder) kommt.
Nicht abschaltbar.

M.
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon budokan72 » 7. Aug 2017 08:16

Markus Dippold hat geschrieben:
budokan72 hat geschrieben:Man muss nur die Kabeldiebstahlhupe des Ampera deaktivieren und das Ganze klappt.
Wieso das?
Oder meinst du den Ladespannungsausfallalarm?
Ja
Du schaltest also eine Funksteckdose einfach aus und ein?Ja, in Abhängigkeit von Erzeugung, Hausverbrauch und Speicherladung
Mit wieviel Ampera lädtst du da? 6A? 10A? 16A wird das Ding nicht dauerhaft mitmachen.
Da ich nur 6 oder 10 A am Schukoadapter wählen kann beschränkt sich die Auswahl. Habe aber bedesausprobiert und es geht mit beiden Strömen. 16 Ampere ist für Schuko dauerhaft zu viel. Die Funksteckose kann 3,5 kW
Wieviel Leistung hat deine PV-Anlage?

Knapp über 13 kWp

Ich habe schon lange nach einer richtigen PV-Überschußladung gesucht und bin inzwischen zu dem Schluß gekommen, daß es zumindest aktuell für mich nicht sinnvoll ist, einen Haufen Geld in nur etwas Bequemlichkeit zu stecken.

Datenlogger EVA-LOGstore + EVA-LOG switch zusammen < 200€. Wenn man den Ampera extra herausrechnen möchte braucht dieser einen eigenen Hutschienenzähler mit S0 für 15 €. und den großen Logger EVA-LOG factory. Der kostet 50 € mehr.

Kein einziges mit bekanntes System kommt mit Solarspeichern so wirklich klar, schon gar nicht, wenn sie DC-seitig angeschlossen sind.

EVA-LOG store

Die Systeme werden sehr teuer, wenn man eine Netzwerkübertragung zur Wallbox benötigt (WLAN ist halt einfach immer da).
Ich plane eine Wallbox für das EVA-LOG System zu entwickeln welche per WLAN koppelt und an welcher man vor Ort Ladestrom wählen kann oder auch automatisiert vom EVA-LOG die Ladeleistung regeln kann im Zusammenhang mit der Verbrauchs/Ladesituation des Solarspeichers.

Die bezahlbaren Systeme setzen praktisch ausschließlich auf eine proprietäre Übertragung via "Klingeldraht" (Spannungspegel oder RS485 bzw. 232 oder gar USB), was bei einer freistehenden Garage, die quasi maximal weit entfernt von dem Kellerraum steht, wo die "Technik" drin ist, aber etwas ungünstig ist. Da funktioniert auch eine Funksteckdose nicht (hatte mal ein derartiges System zum Test. Fazit: Auf die Entfernung sehr unzuverlässig, klappt so gut wie nie).
Die im Moment verwendete 434 MHz Funktechnik ist tatsächlich nicht soooo reichweitentoll. 20-30 Meter sollten dennoch kein Problem sein. Bei mir sind es 10 Meter und 1 Wand dazwischen

Ich baue daher die PV-Anlage nebst Solarspeicher aus.Sehr geil ! :D
Wird dann haben:
- ca. 18kWp PV-Leistung (aktuell 9.81kWp, Rest im Dezember geplant)
- 6.4kWh DC-Speicher auf einer Phase (bereit installiert)
- 14.4kWh AC-Speicher (kommt im Dezember, so hoffe ich) auf der Phase, an der vornehmlich das E-Auto geladen wird, damit das direkt von dort kommt und nicht saldierend gemacht werden muß

Dann ist es egal, ob die PV gerade genug liefert oder nicht. Sie hat einerseits genug Leistungsreserven, andererseits puffern die Speicher das locker weg, wenn mal ein paar Wolken am Himmel sind.
Und im Winter muß man halt gucken, was besser ist.
Sehe ich auch so. Allerdings gibt es auch Situationen ohne Speicher. Es gibt auch Situationen wo man z.B. morgens beides automatisiert laden möchte wenn die Sonne kommt und der Speicher von der Nacht leer ist und selber laden muss. Mit Phantasie fällt uns beiden bestimmt noch mehr ein? ;)

Unter diesen Voraussetzungen bringt eine gesteuerte PV-Überschußladung keinen Vorteil mehr.

:-) mal sehen. ;-)
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon budokan72 » 7. Aug 2017 08:25

Timo hat geschrieben:Das an und ausschalten ist ja wie Stromausfall fürs Auto. nach 3 mal kommt doh die gelbe lampe als Fehlermeldung oder ?

Gruss Timo


Hallo Timo,

das konnte ich so noch nichtfeststellen. Um ein ständiges schalten z.B. Bei Wolken oder Fön ein/aus zu vermeiden kann man zudem am Datenlogger eine Mindest-Einschaltzeit einstellen.
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon Markus Dippold » 7. Aug 2017 14:13

Wo kann man mehr über das System erfahren?
Die Infos auf der EVA-Homepage sind schon etwas dürftig.

Wie auch immer, interessant für mich wird das System erst dann, wenn ich die Daten übers Haus-WLAN übertragen kann.
Die 434MHz-Funktechnik halte ich persönlich nur dazu geeignet, Autos auf- und abzuschließen und Garagentore zu öffnen und zu schließen. Für mehr taugt das nicht.
Wie gesagt, ich hatte sowas schon im Test. Zum Teil hat die Übertragung nichtmal über einen Meter mit Sichtkontakt funktioniert (ich hatte die Auswahl aus insgesamt 10 Steckdosen, daß alle 10 Steckdosen einen - mitunter auch nur zeitweiligen, weil in seltenen Fällen ging es ja doch - Defekt haben sollen, halte ich für unwahrscheinlich; es liegt am "System"). Dann gab es mal Kontakt, dann wieder nicht, es war sehr beliebig. Für eine Ladesteuerung ist mir das zu unzuverlässig. Vor allem, weil ich ca. 25m mit mehreren Wänden und mindestens einer Decke dazwischen hätte.

Die Gretchen-Frage zu EVA-Log und Speicher:
Wie erkennt das Ding, ob die Leistung von der PV-Anlage kommt oder vom DC-Speicher? Denn: Es gibt nur einen Wechselrichter für Speicher und PV-Module ...
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon manwe » 7. Aug 2017 15:17

Ich mach es mir einfacher: Im Sommer starte ich die Ladung sobald ich nach Hause komme, im Winter stelle ich den Timer auf die Nacht wenn wir Niedertarif haben. Mit einer 11kWp Anlage kommen die 2kW die der Ampera zieht auch bei wenig Sonne relativ schnell mal zusammen.

Allerdings haben wir bei uns auch einen relativ anständigen Einspeisetarif und allgemein recht niedrige Stromtarife, so dass es finanziell kaum einen Unterschied macht ob ich mal eine kW mehr oder weniger Eigenverbrauch habe.
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Re: Solaranlage steuert Ladung nach Überschuss

Beitragvon Markus Dippold » 7. Aug 2017 16:14

Das ist hier in D schon etwas anders.
Derzeit bei mir mir:
Tag-Tarif: 29ct
Nacht-Tarif: 23ct
Einspeisevergütung: 14,65ct (=brutto=netto bei mir)

Daher ist meine Strategie, den Tag von 6-22 Uhr (Tag-Tarif) möglichst nur mit PV-Strom zu bewerkstelligen und die Nacht soweit wie möglich aus dem Speicher zu versorgen.
Der Solarspeicher hilft insgesamt dabei ungemein.
Der i-MiEV wird derzeit nur mit Sonne geladen. Das geben PV-Anlage und Speicher problemlos her.
Die sonstigen großen Verbraucher wie Waschmaschine, Trockner, Spülmaschinen, Luftentfeuchter lassen wir auch nur tagsüber laufen. Im Winter wird das etwas von der Wettervorhersage abhängig gemacht.
Ich gewinne deutlich mehr, wenn ich den Strom selbst verbrauche.

Für 2017 habe ich bis jetzt eine Eigenproduktion von 70%, was in den kommenden "dunklen" Monaten natürlich wieder etwas runter gehen wird.
Die Eigenverbrauchsquote liegt derzeit bei 55%, wird in den "dunklen" Monaten etwas ansteigen.

In den ersten 6 Monaten von 2017 habe ich in Summe eine Ersparnis (oder Gewinn, je nachdem wie man es betrachtet) wegen des nichtbezogenen Stroms und der tatsächliche Einspeisevergütung von 975 Euro.
Wenn ich das auf 20 Jahre hochrechne und den Invest von knapp 30000 Euro gegenüberstelle, dürfte wohl auch mit Reparaturen eine schwarze Null drin sein (bei gleichbleibenden Strompreis, was recht unwahrscheinlich ist, stieg von 2016 auf 2017 schon um 1ct an.).


Dann wird es auch noch steuerlich interessant, trotz meiner Kleinunternehmerregelung (KUR).
Ich habe den Vorsteuerabzug nicht in Anspruch genommen, um sofort in die KUR kommen zu können.
Trotzdem hat das Finanzamt bei der Steuererklärung die kompletten Handwerkerkosten für die Errichtung der Anlage als negative Einkünfte auf meine Gesamteinkünfte angerechnet (ich wollte es nur als simple Handwerkerkosten absetzen).
Und: Ich könnte den Restbetrag sogar über 20 Jahre abschreiben. Das wird gerade noch geklärt, weil das in der Steuererklärung offenbar nicht berücksichtigt ist (habe Einspruch gegen diesen Punkt eingelegt).

Das alles funktioniert aber auch nur dann, wenn man nicht noch anderweitig Unternehmer ist.
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