[LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Hier werden einzelne Fahrzeuge unserer User besprochen

Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon LambdaCore 21 » 17. Dez 2017 00:08

Ich habe mir überlegt, die Ersatzteile nach Wichtigkeit zu ordnen und daher mit dem Inverter/Konverter angefangen:

- er treibt die zwei Elektromotoren und damit das Auto an
- er rekupiert in die Batterie zurück
- daher geht die gesamte Leistung immer durch dieses Bauteil
- außerdem kommuniziert er über zwei 40-Pin-Anschlüsse mit allen wichtigen Steuergeräten im Auto

Leider ist er nicht ganz unbeschädigt bei mir angekommen, eine der beiden Aluguss-Umrahmungen hinten am DC-Kabelanschluss wurde leicht eingedrückt und ist eingerissen. Sobald ich das wieder gerade biegen wollte ist es abgebrochen, seis drum :roll:

Die nächste Komponente ist meines Erachtens die Mittelkonsole, da über sie sämtliche Einstellungen vom Fahrer gesteuert werden.
Wenn das Touchsystem mal ausfällt, ist ebenfalls Schicht im Schacht.

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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon he2lmuth » 17. Dez 2017 08:19

Zitate:

""Tatsächlich versichern alle in- und ausländischen Autobauer, Ersatzteile mindestens zehn Jahre nach dem Auslaufen einer Modellreihe vorrätig zu halten – zum Teil auch länger.""

""Gesetzlich ist ein Hersteller nur verpflichtet, innerhalb der Mängelfrist Ersatzteile zu liefern, um seiner Nacherfüllungspflicht nachkommen zu können.""

""Nach übereinstimmender Rechtssprechung muss ein Hersteller im Kfz-Bereich Ersatzteile für einen Zeitraum von mind. 12 Jahren nach Auslieferung des letzten Fahrzeugs einer Modellreihe bereitstellen.""
L.G. Hellmuth

Es ist keinesfalls ausreichend lediglich keine Überlegungen anstellen zu können, man muss auch unfähig sein diese mitzuteilen.
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon Ampera-Fan » 17. Dez 2017 09:32

wann war die letzte Auslieferung? 2015?
Dann müßte es bis 2027 Ersatzteile geben. Dann ist meiner 15 Jahre alt.
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon LambdaCore 21 » 17. Dez 2017 15:10

Ja aber hellmuth, jetzt spiel das mal für die Ampera-Teile durch.

Angenommen, du hast in 9 Jahren einen Defekt am Inverter und brauchst Ersatz.

Wenn es dann noch was im Opel Lager gibt (und ich glaube, die Stückzahlen in der Reserve sind aktuell schon überschaubar, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren), dann zahlst du nicht nur den normalen Preis sondern auch die immensen Lagerkosten für dieses Nischenprodukt.

Ich habe das ja selbst erlebt mit dem HPCM2 Steuergerät von Opel Bochum.

Am 10.08.17 hatte ich zum ersten Mal angefragt und als Antwort 683,85€ bekommen.

Als ich das Gerät dann am 20.10.17 gekauft habe, hat es schon 711,23€ gekostet.

Jetzt spiel das Ganze mal für mehrere Jahre durch und beachte, dass allein das HPCM2 schon 700€ kostet.

Wieviel wird dann erst ein ultra-komplexes Bauteil wie der Inverter kosten?
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon sourcefinder » 17. Dez 2017 21:26

mal runter vom gas.

der ampera wird - wie jedes andere fahrzeug auch - irgendwann das ende seiner tage haben - wahrscheinlich durchrostung zufolge von salz.

wie ihr schon geschrieben habt, wird er dann wahrscheinlich um die 15 jahre alt sein.
es wird andere, ev. ökonomischere fahrzeuge, vielleicht selbstfahrende und vielleicht auch nicht mehr im besitz eines einzelnen menschen befindliche fahrzeuge geben.

wozu jetzt irgendwelche teile auf lager legen?

opel hat sicher eine ausfall- und qualitätsanalyse gemacht - d.h. das bauteil, wovon man ausgeht, dass es am stärksten belastet wird, wird entsprechend dimensioniert. sieht man ja auch, dass keiner im forum über einen defekten regler schreibt.

und die teile, die oft defekt werden, gibt es auch als ersatz.

am günstigsten ist es wohl, wenn du einen holländer mit viel km kaufst und einlagerst.
aber zum tausch von hochvoltteilen brauchst du einen mechaniker mit schulung (offiziel).

und wer weiss wie sich die bauteile dann verstehen, verschiedene softwarestände, ev. interne batterie leer, veränderung von kondensatoren mit der zeit .....

und was, wenn dich bzw. deinen ampera morgen ein anderer verkehrsteilnehmer mit 6 bier im blut abschiesst?
dann sind die teile alle umsonst gekauft.....
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon LambdaCore 21 » 17. Dez 2017 22:03

sourcefinder hat geschrieben:
irgendwann das ende seiner tage haben - wahrscheinlich durchrostung zufolge von salz.
dann muss er eben restauriert werden

wie ihr schon geschrieben habt, wird er dann wahrscheinlich um die 15 jahre alt sein.
ich hatte meinen Astra F Caravan von meinen Eltern als Zweitbesitzer übernommen. Der war 12 Jahre alt und würde heute noch in meinem Besitz sein, wenn ich mir nicht den Ampi geholt hätte. Der Astra hatte ein paar Macken/Dellen, ja, aber keinen Rost. Solange ein Auto fährt und funktioniert wird es auch von mir genutzt.

es wird andere, ev. ökonomischere fahrzeuge, vielleicht selbstfahrende und vielleicht auch nicht mehr im besitz eines einzelnen menschen befindliche fahrzeuge geben.
das können die anderen fahren, ich werde es nicht tun. Auf dem gesamten Automarkt gibt es neben dem Ampera und Cadillac ELR nicht ein einziges Fahrzeug, das mich (design-)technisch reizt, daher bleibe ich bei diesem Auto. Mein Leben lege ich sowieso nicht in die Hände einer Maschine, autonomes Fahren kommt für mich nicht in die Tüte

wozu jetzt irgendwelche teile auf lager legen?
better safe than sorry

opel hat sicher eine ausfall- und qualitätsanalyse gemacht - d.h. das bauteil, wovon man ausgeht, dass es am stärksten belastet wird, wird entsprechend dimensioniert. sieht man ja auch, dass keiner im forum über einen defekten regler schreibt.
ich schaue in die Zukunft, GM nur auf die 8Jahre/160tkm

und die teile, die oft defekt werden, gibt es auch als ersatz.
meine Meinung zu diesem Thema habe ich bereits kundgetan

am günstigsten ist es wohl, wenn du einen holländer mit viel km kaufst und einlagerst.
für ein weiteres Auto habe ich leider kein Privatgrundstück frei, sonst würde ich das in Erwägung ziehen

aber zum tausch von hochvoltteilen brauchst du einen mechaniker mit schulung (offiziel).
in der Industrie habe ich beruflich mit 400V zu tun, daher traue ich mir am Auto alles zu

und wer weiss wie sich die bauteile dann verstehen, verschiedene softwarestände, ev. interne batterie leer, veränderung von kondensatoren mit der zeit .....
der versuch ist es mir mehr als wert, da der Ampera mein Traumwagen ist

und was, wenn dich bzw. deinen ampera morgen ein anderer verkehrsteilnehmer mit 6 bier im blut abschiesst?
dann sind die teile alle umsonst gekauft.....
Den Lauf der Dinge kann man sowieso nicht beeinflussen, da lohnt es sich nicht, drüber nachzudenken. Und je mehr autonome Fahrzeuge um mich rum desto weniger alkoholisierte Fahrer ;)
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon he2lmuth » 18. Dez 2017 09:47

@LambdaCore21

Ich stimme Dir vollkommen zu und verstehe Deine Argumente
Hätte aber auch Angst davor ein nicht funktionierendes Teil für 700 € zu bekommen was dann hier herumliegt und im Bedarfsfall nicht funktioniert...
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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon LambdaCore 21 » 29. Dez 2017 03:06

Bevor ich nun weitermache, möchte ich nochmal den Inverter/Konverter erwähnen. Falls eines der Komponenten in dem Kasten, zum Beispiel das HPCM1, die Grätsche macht, muss man das komplette Modul bei Opel neu bestellen, da es laut Prof. Kelly keine einzelnen Teilenummern für die Innereien gibt:



Es sei auch nennenswert, dass im Gen2 Volt das Modul IM GETRIEBE INTEGRIERT WURDE. Wie service-unfreundlich ist das bitte??!? :x Was bin ich froh, dass es beim Ampera so schön einfach gehalten ist!

Der spezielle luftgekühlte DC/DC-Wandler (360V auf 12V hinten im Kofferraum) ist als Ersatzteil ebenfalls nützlich:

Bild

Nachfolgend komme ich zum Battery Relais Assembly.

Bild

Es gibt ein Steuergerät, dass sich zwischen den Zellen und der Front der Batterie in einem schwarzen Metallkasten befindet. Ich habe über die GM-Nummer am Gehäuse nicht herausfinden können, um welche Platine es sich handelt:

Bild

In der Gen1 Batterie sind nur 2 Sicherungen verbaut (Gen2 hat 3)

Bild

Bild

Wenn man den Brocken dann weiter zerlegen will, muss man diesen Aufkleber entfernen. Da ich neugierig war, wieso zwei Aufkleber übereinander darauf kleben, habe ich gepult, aber es kam nur ein weiterer QR-Code mit dem Inhalt "L02322944" zutage.

Bild

Die Relais sind durch eine Kunststoffabdeckung mit 3 Schrauben und 4 Plastiknasen bedeckt.
Wenn mans aufklappt, sieht es so aus:

Bild

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Den Preis dieser 2 großen Relais möchte ich nicht einmal erahnen, im Internet hab ich das gefunden :?

Bild

Und dieses Video von Prof. Kelly zeigt zwar eine Gen2 Volt-Batterie, die Ähnlichkeiten des gesamten Systems mit der Gen1 Batterie sind jedoch deutlich zu erkennen. Ein super Video für alle, die mehr wissen wollen:



Außerdem finde ich es extrem cool, wie Russen einfach alles repariert bekommen :mrgreen:

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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon ObeliX » 29. Dez 2017 07:49

WOW, das sah mal richtig 'abgeraucht' aus.
möge jeder von uns von sowas verschont bleiben. *crossfingers*


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Re: [LambdaCore 21] Auf dem Weg zum Youngtimer

Beitragvon he2lmuth » 29. Dez 2017 10:15

Respekt Lambda Core 21 Respekt :)
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