Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon xado1 » 4. Jan 2014 22:15

hat es schon irgendwo einen versuch gegeben,dan ampera/volt mit mehr akkus auszustatten?
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

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Re: Re : Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Kratus » 4. Jan 2014 22:37

ganderpe hat geschrieben:@markus: war das als Witz gemeint mit dem "schnell anhalten undcauschalten" nach 600 m Hòhenrekuperation, damit der range extender ausschaltet...?

Der RE schaltet gleich aus.
Das mit dem anhalten dient nur dazu, die rekuperierte Strom Menge im Display sichtbar zu machen.
Man kann aber ruhig weiterfahren, der RE bleibt dann still, bis der Akku wieder leer ist. Nur sieht man auf dem Display nicht, wie viel man rekuperiert hat, und für wieviel Kilometer das ausreicht.
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Prodatron » 4. Jan 2014 22:38

ganderpe hat geschrieben:@markus: war das als Witz gemeint mit dem "schnell anhalten undcauschalten" nach 600 m Hòhenrekuperation, damit der range extender ausschaltet...?

Nein, es geht nicht darum, den RE auszuschalten, sondern zurück in den E-Modus zu kommen.
Im RE-Modus (egal ob im Halten durch Rekuperation oder im Berg-Modus durch das tatsächliche Nachladen des Akkus) zugewonnenen KWh werden quasi ignoriert und nicht beim Akku-Füllstand angezeigt. Wenn der Akku ganz leer war, bevor in den RE-Modus geschaltet wurde, kann man dann, auch wenn er z.B. wieder auf 20% ist, nicht wieder in den E-Modus zurückschalten. Man muß dann tatsächlich anhalten - Aus - Ein - und siehe, plötzlich ist wieder was drin im Akku, und man darf wieder im E-Modus fahren :)
Grund ist wohl der, daß die Leute nicht denken sollen, daß man mit dem RE den Akku wieder aufladen kann wie auch immer, damit es halt als reines Notaggregat angesehen wird usw. (User-Erziehung :) ).

@Xado1: Ja, Hold-Modus heißt, daß er auf genau dem Niveau gehalten wird, das er vor dem Einschalten des Hold-Modus hatte. Das kann dann temporär schwanken (geringer bei starker Leistungsanforderung, höher bei viel Rekuperation, aber unter'm Strich arbeitet der RE immer so, daß der Akku genau das Niveau hält, daß er beim Hold-Einschalten hatte).

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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon ganderpe » 5. Jan 2014 13:08

Ah ok... besten Dank fùr die Erläuterungen!
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon EcoDrive » 5. Jan 2014 23:33

xado1 hat geschrieben:wird im benzinmodus der akku beim rekuperieren aufgeladen,d.h.wenn der akku leer ist und man bremst nur durch reku,wird der akku dann wieder aufgeladen?


Ja und bergab läuft der Benziner auch nicht. Dabei werden aber, wie meine Vorredner schon richtig sagten, weiterhin Benzinkm gerechnet.

Der Ampera kann bis 66KW Rekuperieren, das ist mehr als das Modell S, dazu gibts einen Beitrag von tubis88 hier.

Damit wieder auf Normalmodus gefahren werden kann, brauchts mind, ca 4km el Reichweite im Akku.
Dann Ausschalten - Einschalten - Normalmodes geht.
Beim nutzen des Haltenmodus sollte aber spätestens mit 10km Restreichweite wieder umgeschaltet werden, sonst kann es passieren, dass der E-Modus nicht mehr eingeschaltet werden kann, Die Anzeige verbleibt im Benzinmodus.

Hier viewtopic.php?f=31&t=543&p=25243&hilit=flumser+berge#p25243

viewtopic.php?f=25&t=1645&p=22086&hilit=angehalten#p22086

Für 4km sind etwa 0,4 - 0,5 kWh im akku nötig. (Vorangegangene Fahrweise wird berücksichtigt) Da muss richtig bergab gefahren werden. Nach meiner Faustregel bringen 100 Höhenmeter bergab ca. 0,315 kWh an Reku in den Akku.
Nur von 50km/h runterbremsen, bringt bei weitem nicht soviel Energie.

http://www.opel-blog.com/2012/08/20/amp ... -bestform/
viewtopic.php?f=31&t=543&start=50#p7704

Grüsse
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Julian » 2. Feb 2015 21:09

ich denke das ist der richtige Thread für die Beobachtung die ich heute gemacht habe, und ich mir nicht erklären kann. Also ich war heute mit dem Ampera auf dem Heimweg und hatte mir extra noch 7km elektrische Reichweite aufgehoben so das ich in dem steilen Abhang ( bis zu 10 %) in Kreuzligenen die üblichen 1-2 km rekuperieren kann um dann elektrisch nach Hause zu fahren. Nur dieses mal war wegen des üblen Winterwetters richtig stau, vor allem die bergauf fahrenden Fahrzeuge hatten arg Probleme mit der Traktion :? . Ich dachte:" macht ja nichts rekuperieren kann ich trotzdem" also quälte ich mich eine halbe stunde lang stehend und im Schritttempo die Bergstrasse hinunter. aber statt das ich Energie gewonnen habe, wurden mir unten in der Ebene nur noch 2 km e-Reichweite angezeigt. klar weil ich fast 8 mal länger hatte ist die scheiben Belüftung etwas öfter gelaufen. klar ist auch dass das abbremsen auf null nicht wirklich der Rekuperation geholfen hat dennoch frage ich mich wo ist all die potentielle und akku Energie hin ?
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Prodatron » 2. Feb 2015 21:36

Die ist in der länger laufenden Heizung und in den mechanischen Bremsen verpufft. Bei ständigem Abbremsen auf 0 wird halt mehr Energie in Wärme umgewandelt (in den mechanischen Bremsen) als rekuperiert wird. Diese Energie ist dann weg, also nicht zurück im Akku.
Es ist außerdem so, daß, je stärker Rekuperiert wird, desto ineffektiver ist das ganze. Potentielle Energie direkt in Bewegungsenergie umzuwandeln bringt mehr, als sie in den Akku zurückzuladen. Deshalb gibt es ja auch den D und den L Gang, und aus diesem Grund sollte man aus Effizienzgründen den L Gang nur im Stadtverkehr und Stop&Go verwenden, nicht aber auf Landstraßen und Autobahnen (und nicht zu starkem Gefälle), wo man vorausschauender fahren kann.
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Julian » 2. Feb 2015 23:50

vielen dank für die schnelle Antwort. dennoch dünkt mich das ziemlich viel 3km Bergab ( leider weiß ich den Höhenunterschied nicht ) vorbraucht strom für 5 km geradeaus , plus die gesamte potentielle Energie von der Höhe. Wie dem auch sei, das würde der vorher zusammen gefassten These: "je langsamer desto effizienter wird rekuperiert" wiedersprechen.


ich muss die strecke umbedingt mal morgens um 3 wenn niemand sonst unterwegs ist, die strecke in verschidensten geschwindikeiten ausprobieren :D
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Prodatron » 3. Feb 2015 00:33

Julian hat geschrieben:Wie dem auch sei, das würde der vorher zusammen gefassten These: "je langsamer desto effizienter wird rekuperiert" wiedersprechen.


Es geht nicht um die Stärke der Rekuperation oder die Höhe der Geschwindigkeit. Es geht nur darum, daß man besser mit wenig Rekuperation "ausrollen" sollte, wenn das möglich ist, als daß man kräftig durch die Rekuperation runterbremst.

Der Grund ist ja ganz einfach:
Beim Ausrollen (kinetisch) bzw. Bergrunterrollen (potentiell) OHNE große Rekuperation findet keine mehrfache Umwandlung statt (die wäre: kinetisch -> Generator -> Strom -> Akku -> Strom -> Antrieb). Wird mehr Energie durch all diese Umwandlungsprozesse geleitet, so geht mehr verloren, da es keine 100%ige Effizienz gibt, und sich die Verluste durch mehrfache Umwandlungsprozesse erhöhen.
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Re: Optimale Geschwindigkeit bergab für Rekuperation

Beitragvon Joachim » 3. Feb 2015 09:10

Ich denke, die regenerierte Energie wurde komplett in der elektrischen Heizung in Wärme umgewandelt und zusätzlich noch die Batterie weiter entladen (7 km -> 2 km). Die Heizleistung kann über 5 kW betragen und ist damit nicht zu unterschätzen. ;)
Joachim
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