Originalladekabel Hack: Ladestufen auf 6/10/13/16A erweitern

Diese Inhalte sind nur für Mitglieder lesbar, bitte nicht nach außen geben!

Originalladekabel Hack: Ladestufen auf 6/10/13/16A erweitern

Beitragvon mikeljo » 26. Aug 2012 20:00

Hi,

hab mir den "Luxus" eines 2ten Ladekabel gegönnt. Bin einige Alternativen, die auch ausgiebig hier im Forum diskutiert worden sind, durchgegangen und hab sie aus den verschiedensten Gründen (kein IP65, hoher Preis, Verfügbarkeit, etc.) verworfen.
Die günstigste Variante einen J1772 Stecker mit Kabel dran zu bekommen ist tatsächlich das Original Ladekabel. In meinem Fall steht halt Volt drauf, ..... eigentlich nicht steht nähmlich nirgends drauf,....aber ist ja das selbst Kabel wie beim Ampera.
Die Idee war ,im schlimmsten Fall, die Elektronik zu entsorgen und eine OPEN-EVSE einzubauen. Einen Blauen CEE Stecker dran und mit 16A laden.
Hat sich aber unter Umständen erledigt. ;-))))) Also das Entsorgen der Elektronik.
Aber nun vom Anfang an:
Hat keine Minute gedauert das Gehäuse zu öffnen. Äußerlich keine Beschädigung. Kann sicher auch wieder IP65 sicher verklebt werden. Dann doch mehr Aufwand die Elektronik rauszubekommen. Eine Schraube (von 4) liegt unter dem Ladekabel und das ist in das Gehäuse geklebt. So wie es aussieht ist die Elektronik auf den Boden geschraubt worden und dieser erst dann an den Rest des Gehäuses geklebt (Ultraschallgeschweißt?) worden. Die Platine ist schön aufgebaut und recht übersichtlich. Allerdings ist mir (und anderen) nicht klar warum der Strom komplett längs durch die Platine läuft?? Egal. Beim drüberschauen ist mir ein Aufkleber aufgefallen. Dieser besagt das ein Mega88 eingebaut ist und dieser mit demunddem hex File versehen worden. Schon mal gut. Mit den Dingern hab ich schon so einiges gemacht. :) Dann denk ich ich seh nicht recht, eine 6pol. Stiftleiste. Das wird doch nicht der Programmieranschluss des µC sein?? Der Verdacht erhärtet sich da der Anschluss direkt neben dem auf der Unterseite verlötetem Prozessor befindet. Also Entwicklungsumgebung gestartet, Programmieradapter angeschlossen, von dort den Proz mit Spannung versorgt und ....... das Teil startet, die Leds gehen an, die für die Stärke des Ladestroms, nicht die die die Eingangsspannung überwachen. Ein Relais klickt. Nach ca. 5 Sekunden startet das Teil neu. Soweit alles in Ordnung.
Nun wird's Peinlich. NICHT für mich, sondern für GM, Chevy, Opel, etc. Daher auch nur hier gepostet!
Schaun wir mal was passiert wenn ich die FuseBits lesen will... ich kann! Häh??? Keine Sperren gesetzt! Alles offen. Ok, also Inhalt des Proz. dumpen. Geht. Ich bekomme was sinnvolles zurück. Weils so schön war gleich noch nach dem EEPROM (der der im Mega88 eingebaute) geschaut und ebenfalls ausgelesen.
Hmm?!
Den Disassembler (oder auch Reassembler genannt) ausgepackt und auf den hex dump losgelassen. Es wird immer besser, das was da rauskommt ist ein Lauffähiges, sinnvoll machendes Programm. Saubere Initialisierung des Prozessors, der Ports, der Leds, etc.... Es wird auch von und zum EEPROM gelesen/geschrieben. Nun mal das dort stehende angesehen. Sind nur ein paar Byte. Die Bedeutung der meisten ist mir noch nicht klar. In einem wird aber definitiv die vom User gesetzte Ladestromstärke gespeichert.
Achja, die Software und wahrscheinlich auch der Entwurf der Hardware stammt von Legrand. Steht im hex File.
Ist vom Anfang 2011. Das und weitere Informationen bringen mich zu dem Schluss das die Strombeschränkung im EEPROM hinterlegt worden ist. Im Programm sind z.B. immer noch alle 4 Stufen wähl- und einstellbar. Nett?!
Ich schätze mal das auch die Spannungsgrenzen im EEPROM stehen. Die haben nur eine Hard- und Software gebaut, egal ob für 110 oder 220V, nur den jeweils Länderspezifischen Stecker angebaut und die passenden Werte ins EEPROM geschrieben. Das geht deutlich schneller als den Proz. jeweils neu zu flashen.

Also wenn ich ein Programm als Firma in einen Controller schreibe, sperre ich sofort danach den externen Zugriff auf den internen Flash und das EEPROM.

So, nun mal sehen welcher Wert im EEPROM was bewirkt. Ob man durch einfaches Ändern des EEPROM Inhalts die 16A freischalten kann und u.U. die untere Spannungsschwelle etwas absenken kann.
2te Möglichkeit das Programm genauer analysieren und "anpassen". Das Flag für die Sperrung der hohen Ladeströme hab ich schon gefunden, nur noch nicht woher es kommt.
Falls das alles nicht klappt, rausfinden wo, was, wie angeschlossen ist. LEDs, Relais, Spannungs- und Strommesser, Steuersignalerzeugung und dann die Software des Open-EVSE darauf anpassen und in den Mega quetschen. Dann ist noch VIEEEL mehr möglich. z.B. Absenkung des Ladestroms wenn die Spannung zu sehr absinkt anstatt komplett die Ladung zu verweigern. etc.
Natürlich wird der Stecker gegen einen CEE getauscht.

Eine Bitte an euch: NICHT nach außen posten, kein Verweis außerhalb des internen Forum Bereichs, etc.
Erstmal bitte keine PM, kannst du? würdest du?
Klar?
Mal sehen was so geht.

Bye
miklejo
mikeljo
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 458
Registriert: 23. Sep 2011 18:35
Wohnort: Kaiserslautern

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Markus I. » 26. Aug 2012 20:17

Krasse Sache, was sich im Umfeld des Ampera so alles hacken lässt ;)...

Grüße und weiter spannende explorations!

Markus
Benutzeravatar
Markus I.
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 719
Registriert: 8. Aug 2011 22:23
Wohnort: Geographischer Mittelpunkt von Baden-Württemberg

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Kratus » 26. Aug 2012 20:33

mikeljo hat geschrieben:Die Idee war ,im schlimmsten Fall, die Elektronik zu entsorgen und eine OPEN-EVSE einzubauen. Einen Blauen CEE Stecker dran und mit 16A laden.

Das habe ich auch vor.
Da ich nicht über alle notwendige Geräte so wie Du nicht verfüge, wirds für mich wahrscheinlich die einfachste Lösung sein.
Kratus.

Grüße aus dem Elsaß (Frankreich)
Ampera Modell 2013A.
Kratus
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 1352
Registriert: 26. Dez 2011 12:49
Wohnort: 30 km nördlich von Straßburg, Frankreich

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Hybrid_man » 26. Aug 2012 23:31

Hallo mikeljo,

das ist ja "hoch-spannend" - saubere Arbeit - wünsche weiterhin gutes Gelingen !

Grüsse
Hybrid_man
Hybrid_man
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 127
Registriert: 29. Jan 2012 18:02

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Jürgen » 26. Aug 2012 23:55

Hallo mikeljo,
...tolle Sache...
-ich glaube, unser Traum wird doch wahr...?! :-))
Danke.
Jürgen.

Mein Auto fährt ohne Atomstrom...
Jürgen
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 443
Registriert: 11. Aug 2011 00:46
Wohnort: Deutschland, NRW.

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Kratus » 27. Aug 2012 05:55

Kratus hat geschrieben:
mikeljo hat geschrieben:Die Idee war ,im schlimmsten Fall, die Elektronik zu entsorgen und eine OPEN-EVSE einzubauen. Einen Blauen CEE Stecker dran und mit 16A laden.

Das habe ich auch vor.
Da ich über alle notwendige Geräte so wie Du nicht verfüge, wirds für mich wahrscheinlich die einfachste Lösung sein.
Kratus.

Grüße aus dem Elsaß (Frankreich)
Ampera Modell 2013A.
Kratus
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 1352
Registriert: 26. Dez 2011 12:49
Wohnort: 30 km nördlich von Straßburg, Frankreich

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Martin » 27. Aug 2012 06:46

Hallo Mikeljo,

das PWM-Signal kann man dann dynamisch (Stufenlos) gestalten z.B. für Tachys PV-Anlage.
Man benötigt dann jedoch noch einen Steuereingang, der die Leistungsabgabe der PV-Anlage anzeigt.

Mann darf gespannt sein.
Bild Nicht mal fliegen ist schöner.
Benutzeravatar
Martin
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 1480
Registriert: 8. Aug 2011 20:56
Wohnort: Halle / Saale

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Hybrid_man » 27. Aug 2012 10:37

Hallo Mikeljo,

falls die schöne Lösung (Änderung EEPROM) doch nicht gehen sollte - könnte das ein alternativer Ansatz sein: in die Leitung zu den Pilotkontakten kommt ein Timerbaustein, der das jetzige 6A bzw. 10A PWM-Signal auf z.B. 10A bzw. 16A PWM-Breite shifted - mit einem zusätzlichen Schalter von außen wird der Timerbaustein umgeschaltet zwischen Originalbetrieb und Manipulation, damit hätte man 6 - 10 - 16A zur Verfügung.
Wenn nichts kommt oder 100% schaltet er ab wie sonst auch.

Grüsse
Hybrid_man
Hybrid_man
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 127
Registriert: 29. Jan 2012 18:02

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon Tachy » 27. Aug 2012 10:50

Wie geil ist das denn? :-)

Ich glaube damit haben wir dem gm-volt.com - Forum was voraus ...;) Danke für die Arbeit, mikeljo!
Gruß, Johannes
Opel Ampera Forum - Admin
Ampera ePionier Edition, lithium-weiß, #6681, seit 29.12.2011
PV 6,88 kWp - eigene Solar-Überschussladesteuerung!
www.gutshof-guentert.de
Einmal elektrisch, immer elektrisch!
Tachy
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 1396
Registriert: 7. Aug 2011 13:16
Wohnort: Sulzburg-Laufen, Markgräflerland

Re: Peinliches über das Original Ladekabel

Beitragvon mikeljo » 27. Aug 2012 17:23

Hybrid_man hat geschrieben:Hallo Mikeljo,

falls die schöne Lösung (Änderung EEPROM) doch nicht gehen sollte - könnte das ein alternativer Ansatz sein: in die Leitung zu den Pilotkontakten kommt ein Timerbaustein, der das jetzige 6A bzw. 10A PWM-Signal auf z.B. 10A bzw. 16A PWM-Breite shifted - mit einem zusätzlichen Schalter von außen wird der Timerbaustein umgeschaltet zwischen Originalbetrieb und Manipulation, damit hätte man 6 - 10 - 16A zur Verfügung.
Wenn nichts kommt oder 100% schaltet er ab wie sonst auch.

Grüsse
Hybrid_man


Die Idee steht auch noch im Raum. Wenn den, dann aber einfach ein monoflop an den Ausgang des Proz.
Aber ich bin guten Dinge wegen dem Eeprom.
Da ich auch schon weiß wo im Programm die Abfrage auf das "Reduzierter_Ladestrom_Flag" ist und wie das Flag aussieht, bevorzuge ich schon noch die Software Lösung.

Bye
Mikeljo
mikeljo
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 458
Registriert: 23. Sep 2011 18:35
Wohnort: Kaiserslautern

Nächste

Zurück zu Interne Elektro(nik)-Basteleien

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste