Kräftig auf die Bremse treten!

Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Yoube » 18. Nov 2015 14:48

Wer ökonomisch fährt, kann wie ich nach über 50'000 Km oder 3 1/2 Jahren sein blaues Wunder erleben. Da hat man jahrelang geschaut, dass das Rekuperieren so oft und lange eigesetzt wird, damit immer wieder Strom zurückfliesst. Immer sachte auf das Bremspedal. Jetzt hat der FOH mir eröffnet, dass die Bremsscheiben derart angerostet sind, dass sie nicht mehr repariert werden können und somit vor der nächsten KFZ-Kontrolle ersetzt werden müssen. Das Bremsverhalten sei nicht eingeschränkt, eher durch das Anrosten besser. Deshalb liebe Freunde der gute Ratschlag: Hin und wieder kräftig auf die Bremse treten, dass diese auch wirklich eingesetzt wird!!!!....nicht dass die Bremsscheiben durch das Rekuperieren langsam vor sich hin rosten.
Benutzeravatar
Yoube
16 kWh - fährt
 
Beiträge: 55
Registriert: 13. Feb 2012 19:17
Wohnort: CH - 8620 Wetzikon

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Markus Dippold » 18. Nov 2015 15:09

Guggst du hier und hier.
So sehen meine Bremsscheiben nach 75000km aus, ohne daß bewußt "kräftig" gebremst wurde.
Ich bin eher der Einpedal-Fahrer

Es muß aber offensichtlich verschiedene Chargen bei den Scheiben geben, die von der Qualität her sehr unterschiedlich sind.

Gruß
Markus
Bild- Opel Ampera ePionier, lithiumweiß, Modelljahr 2012
Besitz und Datenerfassung seit 13.12.2012
95513km elektrisch, 15.87kWh/100km ab Akku
15268km RE-Betrieb, 5.83l/100km
LDV 0.9l, persönlicher LDV 0.83l

Stand 31.12.2017

Meine Solaranlage
Benutzeravatar
Markus Dippold
1.21 Gigawatt
 
Beiträge: 3191
Registriert: 11. Okt 2012 11:46
Verbrauch

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Yoube » 18. Nov 2015 15:38

....ich bin das ganze Jahr unterwegs und arbeite in einer voralpinen Region. Dies bedeutet: Im Winter bei viel Schnee und Eis und somit auch Salz....oder deine Version stimmt betreffend versch. Qualitäten der Bremsscheiben. :P
Benutzeravatar
Yoube
16 kWh - fährt
 
Beiträge: 55
Registriert: 13. Feb 2012 19:17
Wohnort: CH - 8620 Wetzikon

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Nachbars Lumpi » 19. Nov 2015 14:43

In der Gegend um und in Frankfurt am Main reicht die Einpedaltechnik.
Hier sind so viele Idioten unterwegs, dass man regelmaessig nicht drum rum kommt mal kraeftiger auf die Bremse zu latschen. Bei meinem EZ10/2012 sind die Bremsscheiben blitzeblank. An den Bremsscheiben muss man schon mit dem Fingernagel ueber die Kante gehen um zu merken, dass sie "duenner" geworden sind. Die Belaege sehen auch noch fast aus wie neu. Sebst das GM Logo ist noch auf den Bremskloetzen zu sehen wo sie sich eigentlich auch abnutzen sollten. :lol:
Modell 2012: CU117XX

Ein Stromanschluss in der TG sollte auf Basis WEG § 21,Abs. 5,Nr. 6 und WEG § 14,Abs. 2. einfach durchsetzbar sein.
Nachbars Lumpi
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 1842
Registriert: 22. Okt 2014 09:28
Wohnort: Main-Taunus- Kreis

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Twikertom » 11. Sep 2016 08:54

Teilzitat aus einem anderen Topic von ..egal..hoffe es werden keine U.h.rheberrechte verletzt :D

Ist technisch auch nicht weiter schwierig. Der Computer bekommt die benötigte Bremsleistung vom Bremspedal vorgegeben. Dieser versucht nun zu 100% mit dem Generator dies zu bewerkstelligen. Reicht die elektrische Bremsleistung nicht mehr aus, erhöht er in Bruchteilen von einer Sekunde den Bremsdruck der hydraulischen Bremsen. Da dies stufenlos geschieht, merkt man vom Übergang nix.

Freut Euch auf verostete Bremsen, die aber mindestens 100.000km ohne nennenswerten Verschließ durchhalten müßten. Ausgenommen Autotester und Alpenbewohner ;)
******************************************************************************************
Als Prius1-fahrer kann ich nur nochmal darauf hinweisen..gilt wohl ebenso für den Ampera.
Bei vorausschauender Fahrweise (mit hauptsächlich reku) unbedingt ab und zu mal reinbremsen..
wenn möglich nicht wenn gerade ein Drängler hintendranhängt ;) ..oder gerade dann :?: :twisted:

Bei meinem Prius (hat nun schon über 300 000 km) waren trotzdem immer mal wieder die Bremsen/scheiben nicht mehr TÜVkonform. :cry:

Hatte gestern ne Probefahrt mit Ampi 52 000 km. booahhh :shock: die Bremsscheiben waren Riefen und Kraterlandschaft schlimmer als auf dem Mond....das war beim Bremsen zu hören und zu spüren.
hat aber der OpelHändler gleich gesagt dass die neu werden.

Wie lange halten die bei Euch :?:
Habe aber beim Prius ? oder/und auch beim Ampi die Vermutung dass es auch am Material liegen könnte :?:

Gibt es da keine Möglichkeit bei "Reku-Fahrzeugen besseres Material zu verbauen :?:
OK ok müssen ja nicht gleich Brembo KeramikScheiben sein :)

Bin gespannt auf eure km Angaben und Infos von ErsatzteilMaterialProfis

Gruß Thomas
Auf dem Bild mit leider noch wenig Pixels
der Ampi, dahinter mein Twike, dahinter die EMCO Novette Twin
genau in der Reihenfolge ist auch der Stromverbrauch aber auch die Nutzungshäufigkeit
Benutzeravatar
Twikertom
60 kW - range-extended
 
Beiträge: 100
Registriert: 28. Aug 2016 10:09
Wohnort: Zwischen Ulm und Heidenheim

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon he2lmuth » 11. Sep 2016 10:46

Meine sind bei 25000 km wie neu, kein Rost keine Riefen.
Es wurden aber wohl unterschiedliche Qualitäten verbaut kann man hier lesen.

Jede Woche einmal fahre ich in N auf den BAB Ausfahrtstreifen und bremse, fertig ist die Bremsenpflege.
So werde ich beides niemals tauschen müssen. Habe den MB Diesel bis 160000 km gefahren ohne Bremsenreparatur.
L.G. Hellmuth

Es ist keinesfalls ausreichend lediglich keine Überlegungen anstellen zu können, man muss auch unfähig sein diese mitzuteilen.
Benutzeravatar
he2lmuth
500 kW - overdrive
 
Beiträge: 3524
Registriert: 19. Aug 2011 12:16

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon SuLa » 11. Sep 2016 11:37

Kräftig auf die Bremse treten sollte man aus meiner Sicht nur in Notsituationen.

Jedes Mal, wenn der komplette Antriebsstrang von seiner Drehbewegung in kürzester Zeit auf null gestoppt wird, bedeutet das eine extreme Belastung für alle Teile. So kann man auch Antriebswellen und Lager im Getriebe zerstören.
Gleiches gilt logischerweise für ständiges, extremes Beschleunigen aus dem Stand. :!:

Die vorderen Bremsscheiben haben seltener Probleme. Es sind die an der Hinterachse, welche eher zum Rosten neigen, weil sie weniger beansprucht werden.

Folglich wäre es vielleicht besser, wenn man langsam Rückwärts fährt und hierbei die Bremse betätig. Bei mir passiert das täglich, weil ich so aus meiner leicht abschüssigen Einfahrt rausfahre.

Bei meinem Ampera sind die Bremsscheiben bisher ohne Beanstandung, in unsere Gegend muss allerdings im Winter nicht so viel Salz gestreut werden wie in anderen Regionen.
SuLa
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 493
Registriert: 13. Apr 2012 20:22
Wohnort: Bornheim bei Bonn

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Twikertom » 11. Sep 2016 11:48

SuLa hat geschrieben:Kräftig auf die Bremse treten sollte man aus meiner Sicht nur in Notsituationen.

Jedes Mal, wenn der komplette Antriebsstrang von seiner Drehbewegung in kürzester Zeit auf null gestoppt wird, bedeutet das eine extreme Belastung für alle Teile. So kann man auch Antriebswellen und Lager im Getriebe zerstören.
Gleiches gilt logischerweise für ständiges, extremes Beschleunigen aus dem Stand. :!:

Die vorderen Bremsscheiben haben seltener Probleme. Es sind die an der Hinterachse, welche eher zum Rosten neigen, weil sie weniger beansprucht werden.

Folglich wäre es vielleicht besser, wenn man langsam Rückwärts fährt und hierbei die Bremse betätig. Bei mir passiert das täglich, weil ich so aus meiner leicht abschüssigen Einfahrt rausfahre.

Bei meinem Ampera sind die Bremsscheiben bisher ohne Beanstandung, in unsere Gegend muss allerdings im Winter nicht so viel Salz gestreut werden wie in anderen Regionen.


Hallo Sula

Mit der plötzlichen Belastung auf den Antriebsstrang hast du bestimmt recht.
Wieviel Belastung der Antriebsstrang ohne übermässigen Verschleiß verkraften kann ist wohl etwas komplizierter.

Welcher Vorteil soll da im Rückwärtsgang sein ?

Für den Reinigunseffekt der Bremsscheiben ist es aber nicht notwendig "schlagartig da reinzusteigen"
Klar beim Ampera muss langsam verstärkend so stark gebremst werden dass nach der Reku auch hydraulisch sich was tut.

Bei nem Benziner kann man das auch mit gleichzeitig Gas und Bremse gut hinbekommen.
Das sollte man aber nur auf sicherer Strecke ohne Verkehr testen weil der Vorgang ist für den Fahrer
ungewohnt.

Dazu ne Frage..hab grad keinen Ampi in der Nähe..lässt der Ampi gleichzeitig Gas äähm Strom und Bremse zu ?

Gruß Thomas
Auf dem Bild mit leider noch wenig Pixels
der Ampi, dahinter mein Twike, dahinter die EMCO Novette Twin
genau in der Reihenfolge ist auch der Stromverbrauch aber auch die Nutzungshäufigkeit
Benutzeravatar
Twikertom
60 kW - range-extended
 
Beiträge: 100
Registriert: 28. Aug 2016 10:09
Wohnort: Zwischen Ulm und Heidenheim

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon Twikertom » 11. Sep 2016 12:19

Bestimmt können wir uns darauf einigen.

Es ist sinnvoll regelmäßig einen Blick :geek: auf alle Bremsscheiben zu werfen.
Wenn die so schön aussehen wie bei Markus seinem Ampi wird es nicht notwendig sein da extra noch "Bremsversuche" zu machen.
Wenn allerdings "Flugrost" oder Riefenbildung anfängt kann ja getestet werden wie stark eine Reinigunsbremsung notwendig ist bis es wieder sauber ist.

Wollt ich hier nur nochmal speziell für Forumsneulinge für die Beurteilung bei /vor der Probefahrt
empfehlen.

Gruß Thomas
Auf dem Bild mit leider noch wenig Pixels
der Ampi, dahinter mein Twike, dahinter die EMCO Novette Twin
genau in der Reihenfolge ist auch der Stromverbrauch aber auch die Nutzungshäufigkeit
Benutzeravatar
Twikertom
60 kW - range-extended
 
Beiträge: 100
Registriert: 28. Aug 2016 10:09
Wohnort: Zwischen Ulm und Heidenheim

Re: Kräftig auf die Bremse treten!

Beitragvon SuLa » 11. Sep 2016 12:22

Twikertom hat geschrieben:Welcher Vorteil soll da im Rückwärtsgang sein ?


Hallo Thomas,
vermutlich ist Dir schon aufgefallen, dass bei allen Autos die vorderen Bremsen größer dimensioniert sind als die Hinteren. Da man in der Regel öfter und schneller vorwärts fährt als rückwärts und sich beim Bremsen die Last fast nur auf die Vorderräder verteilt, werden die hinteren Bremsen wesentlich weniger beansprucht.
Um nun eine höhere Belastung der hinteren Bremsen zu erreichen, müsste man logischerweise rückwärtsfahren, weil hierbei beim Bremsen die Vorderräder entlastet werden. Je stärker das Gefälle oder je höher die Geschwindigkeit in dem man das „Rückwärtsbremsen“ praktiziert, desto höher die Belastung auf der Hinterachse.
Da schnelles Rückwarts Fahren nicht jedermanns Sache ist, und je nach örtlicher Gegebenheit zu gefährlich, empfehle ich langsames Rückwärtsfahren und Bremsen im Gefälle.
SuLa
111 kW - voll elektrisch
 
Beiträge: 493
Registriert: 13. Apr 2012 20:22
Wohnort: Bornheim bei Bonn

Nächste

Zurück zu Fahrwerk

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

cron