Re: Neue Verbrauchswerte
Verfasst: 18. Nov 2011 22:39
Gestern bin ich mit dem Opel Ampera knapp 1.000 km Autobahn von Erlangen nach Wolfsburg und wieder zurück gefahren.
Bei dieser Strecke an einem Tag wählte man doch die "eher schnellere Fahrweise", d.h. wo kein Tempolimit ca. 160 km/h.
Ich wollte ja auch ausprobieren, was der Ampera bei zügiger Fahrweise verbraucht.
Die Daten:
Gesamtstrecke „Generatorbetrieb“: 969 km
Verbrauch (im Generatorbetrieb / Akku leer):
Laut Displayanzeige: 86,13 Liter (Durchschnittsverbrauch: 8,6 l/100 km*)
* müssten rechnerisch eigentlich 8,9 l/100 km sein
Laut Tankabrechnungen: 85,55 Liter (Durchschnittsverbr.: 8,8 l/100 km)
Was fiel auf?
Sehr angenehmes Fahren im Elektrobetrieb (leise, dynamisch, sehr angenehm auch für Mitfahrer)
Im Generatorbetrieb läuft der Verbrennungsmotor in unterschiedlichen Drehzahlbereichen, von "leise und unaufdringlich" bis "recht laut" (ähnlich Prius).
Fällt besonders (negativ) auf, bei leerem Akku und Fahrt in der Stadt mit geringer Geschwindigkeit.
Für mich überraschend: Im Generatorbetrieb wird der Akku nicht aufgeladen, Anzeige bleibt auf "leer", einzig beim Rekuperieren wird etwas Energie zurückgespeist.
Autobahnfahrt: angenehm bis ca. 140 km /h, danach wird die Geräuschkulisse aus Motor und v.a. Windgeräuschen recht laut
(bei Bergauffahrt hört man auch ein Drehzahlabhängiges (Lüfter? Pumpen?)-Geräusch aus dem Kofferraum
Zwei negative Erlebnisse hatte ich auch:
Bei zügiger Bergfahrt (Kassel, Rhön) versuchte ich bei 140 km/h nochmal zu beschleunigen. Kurz wurde das Auto auch schneller, dann aber war plötzlich die Leistung weg, das Auto wurde deutlich spürbar langsamer und die Meldung "reduzierte Motorleistung" erschien im Display. Nach ein paar Kilometern "Erholungsfahrt" bei ca. 100-120 km/h verschwand die Meldung und das Auto beschleunigte wieder normal.
Das Gleiche geschah ca. 30 km später ein 2. Mal.
Reichweite: im Generatorbetrieb musste ich auf der Strecke 3 Mal tanken > Tank zu klein, Reichweite mit ca. 350km zu gering für lange Strecken-
Licht extrem schlecht (zumindest bei diesem Fahrzeug: Lichtkegel reicht nur ca. 20 m > zu niedrig eingestellt?)
Klimatisierung/Lüftung: bei Außentemperaturen von -2 bis +8 Grad, Nebel, manchmal Sonne konnte kein Gleichgewicht in der Klimatisierung erreicht werden; im Modus „Auto“ beschlagen nach einiger Zeit wieder Front- und Heckscheibe, Abhilfe schafft nur elektrische Heckscheibe und manuelles Aktivieren der Frontscheibenbelüftung
Elektrisches Laden:
Beim Autokonzern in Wolfsburg gab es keine Lademöglichkeit.
Bei mir daheim funktionierte das Wiederaufladen an der 230V/16A-Garagensteckdose nicht; am Inline-Modul des Ladekabels leuchteten für ca. 3 sek. die beiden grünen LEDs, danach die roten, dann löste der FI-Schutzschalter im Zählerschrank aus; 3 Versuche erfolglos, vermutlich zu hoher Leckstrom. Die Garageninstallation wurde 2010 mit Doppeltarifzähler und 400V-Drehstromanschluss fürs Laden von E-Fahrzeugen ausgeführt. Bei verschiedenen anderen Fahrzeugen (Volvo C30e, eSmart, i-MiEV u.a.) war bisher das Laden immer problemlos möglich.
Fazit: sehr gefälliges Auto mit ansprechendem Design; gut geeignet für kurze bis mittlere Strecken; für lange Autobahnfahrten eher ungeeignet (im Vergleich zu einem modernem Diesel-Fahrzeug); auch in der e-Pioneer-Ausstattung des Testwagens für rund 48.000 Euro allerdings viel zu teuer.
Gruß Thorsten
Bei dieser Strecke an einem Tag wählte man doch die "eher schnellere Fahrweise", d.h. wo kein Tempolimit ca. 160 km/h.
Ich wollte ja auch ausprobieren, was der Ampera bei zügiger Fahrweise verbraucht.
Die Daten:
Gesamtstrecke „Generatorbetrieb“: 969 km
Verbrauch (im Generatorbetrieb / Akku leer):
Laut Displayanzeige: 86,13 Liter (Durchschnittsverbrauch: 8,6 l/100 km*)
* müssten rechnerisch eigentlich 8,9 l/100 km sein
Laut Tankabrechnungen: 85,55 Liter (Durchschnittsverbr.: 8,8 l/100 km)
Was fiel auf?
Sehr angenehmes Fahren im Elektrobetrieb (leise, dynamisch, sehr angenehm auch für Mitfahrer)
Im Generatorbetrieb läuft der Verbrennungsmotor in unterschiedlichen Drehzahlbereichen, von "leise und unaufdringlich" bis "recht laut" (ähnlich Prius).
Fällt besonders (negativ) auf, bei leerem Akku und Fahrt in der Stadt mit geringer Geschwindigkeit.
Für mich überraschend: Im Generatorbetrieb wird der Akku nicht aufgeladen, Anzeige bleibt auf "leer", einzig beim Rekuperieren wird etwas Energie zurückgespeist.
Autobahnfahrt: angenehm bis ca. 140 km /h, danach wird die Geräuschkulisse aus Motor und v.a. Windgeräuschen recht laut
(bei Bergauffahrt hört man auch ein Drehzahlabhängiges (Lüfter? Pumpen?)-Geräusch aus dem Kofferraum
Zwei negative Erlebnisse hatte ich auch:
Bei zügiger Bergfahrt (Kassel, Rhön) versuchte ich bei 140 km/h nochmal zu beschleunigen. Kurz wurde das Auto auch schneller, dann aber war plötzlich die Leistung weg, das Auto wurde deutlich spürbar langsamer und die Meldung "reduzierte Motorleistung" erschien im Display. Nach ein paar Kilometern "Erholungsfahrt" bei ca. 100-120 km/h verschwand die Meldung und das Auto beschleunigte wieder normal.
Das Gleiche geschah ca. 30 km später ein 2. Mal.
Reichweite: im Generatorbetrieb musste ich auf der Strecke 3 Mal tanken > Tank zu klein, Reichweite mit ca. 350km zu gering für lange Strecken-
Licht extrem schlecht (zumindest bei diesem Fahrzeug: Lichtkegel reicht nur ca. 20 m > zu niedrig eingestellt?)
Klimatisierung/Lüftung: bei Außentemperaturen von -2 bis +8 Grad, Nebel, manchmal Sonne konnte kein Gleichgewicht in der Klimatisierung erreicht werden; im Modus „Auto“ beschlagen nach einiger Zeit wieder Front- und Heckscheibe, Abhilfe schafft nur elektrische Heckscheibe und manuelles Aktivieren der Frontscheibenbelüftung
Elektrisches Laden:
Beim Autokonzern in Wolfsburg gab es keine Lademöglichkeit.
Bei mir daheim funktionierte das Wiederaufladen an der 230V/16A-Garagensteckdose nicht; am Inline-Modul des Ladekabels leuchteten für ca. 3 sek. die beiden grünen LEDs, danach die roten, dann löste der FI-Schutzschalter im Zählerschrank aus; 3 Versuche erfolglos, vermutlich zu hoher Leckstrom. Die Garageninstallation wurde 2010 mit Doppeltarifzähler und 400V-Drehstromanschluss fürs Laden von E-Fahrzeugen ausgeführt. Bei verschiedenen anderen Fahrzeugen (Volvo C30e, eSmart, i-MiEV u.a.) war bisher das Laden immer problemlos möglich.
Fazit: sehr gefälliges Auto mit ansprechendem Design; gut geeignet für kurze bis mittlere Strecken; für lange Autobahnfahrten eher ungeeignet (im Vergleich zu einem modernem Diesel-Fahrzeug); auch in der e-Pioneer-Ausstattung des Testwagens für rund 48.000 Euro allerdings viel zu teuer.
Gruß Thorsten