Seite 4 von 6

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 16. Jan 2018 22:32
von STdesign
Wenn die Entwickler alles richtig, die Normen und das best practice eingehalten haben, reicht das. Dann sind das System komplett getrennt und sämtliche Systemkapazitäten in wenigen Sekunden auf unkritische Werte entladen.

Und das ist genau der Punkt, weshalb Unverständnis herrscht, weil das in der Werkstatt so aufwendig sein muss.

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 16. Jan 2018 22:40
von BECKER-SYSTEMS
Kenne halt Kollegen, mittlerweile, die mit 9 oder 8 oder gar keine Finger in der Gegend rum laufen und auch alle vorher „schlauer“ waren als der Rest. (Wieso gibts keine negativen Smileys?).

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 16. Jan 2018 22:53
von BECKER-SYSTEMS
Selbst wenn wir die Möglichkeiten einer Gefährdung reduzieren können ist jeder Arbeits– oder Freizeitunfall tragisch. Es gibt so viel schönere Dinge , die wir mit der Zeit anfangen können. Deshalb wehre ich ich mich gegen Verharmlosung hier im Forum!.....mehr kann man eh nicht tun.

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 07:51
von slv rider
mensch, hier liegt ja hochspannung, äh, hochvolt in der luft. :mrgreen:
im übrigen mache ich mir keine sorgen darum wie ich mit dieser technik umgehe. fachkenntniss, der nötige respekt und ein wenig restgehirn ist vorhanden. im gegensatz zu so einigen leuten die ich kenne (auf die würden eure befürchtungen voll zutreffen).
ich konnte es nur nicht lassen die diskussion auch bewusst mal ein wenig zu befeuern. :mrgreen:
und wer weis, vielleicht schleicht sich ja der ein oder andere virus über die obd schnittstelle in das fahrzeug und setzt die hochvoltsicherheitssoftware ausser kraft. dann soillte man wirklich eine messung mac hen bevor man den türgriff berührt. :mrgreen:

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 09:17
von Markus Dippold
Nun, es vermutlich allgemein bekannt, daß Benzingase etwas explosiv sind.
Trotzdem hält es den einen und anderen Zeitgenossen nicht davon ab, in den geöffneten Tankdeckel mit dem Feuerzeug hineinzuleuchten, um zu sehen, ob noch Sprit drin ist oder nicht ... *wumms*

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 10:00
von ObeliX
STdesign hat geschrieben:Wenn die Entwickler alles richtig, die Normen und das best practice eingehalten haben, reicht das. Dann sind das System komplett getrennt und sämtliche Systemkapazitäten in wenigen Sekunden auf unkritische Werte entladen.

Und das ist genau der Punkt, weshalb Unverständnis herrscht, weil das in der Werkstatt so aufwendig sein muss.
so unverständlich finde ich (als total ahnungsloser laie) das garnicht.
in der Werkstatt muß das fahrzeug ohne schädigung spannungsfrei gemacht und später wieder in betrieb genommen werden. dabei darf nichts kaputt gehen, sich daten löschen, configs resetten oder steuergeräte neu programmiert werden müssen.
beim ersthelfer spielt das alles keine bzw. eine sehr untergeordnete rolle. wenn die feuerwehr den spreizer ansetzen muß oder das dach abschneidet, dann ist es egal ob bei der notprozedur zur spannungsfreischaltung ein risiko besteht, daß dabei was potentiell teures kaputt geht.


gruß Obel

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 13:05
von STdesign
Damit hast du vollkommen recht, es gibt einige Gründe warum das passt :!: Ich finde das übrigens auch nicht unverständlich. M.E. viele jedoch schon.

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 13:27
von RoterBaron
Wegen möglicher Schäden kann ich den Unterschied auch verstehen, aber wenn ich das richtig verstanden habe könnte beim Ziehen des MSD ein Lichtbogen entstehen. Gerade, wenn das Fahrzeug verunfallt ist. Sogesehen hätte ich als Ersthelfer tatsächlich Bammel bei einem verunfallten Fahrzeug den MSD zu ziehen. Ich habe vor Jahren von einem Unfall im Gleichrichtegebäude der Hamburger S-Bahn erfahren. Dort werden die 1600V der S-Bahn mit rustikaler Technik geschaltet. Wenn ein Lichtbogen entsteht wird der mit Pressluft "fortgeblasen". An dem Tag stand leider einer der Arbeiter dort im Schutzbereich und bekam den Lichtbogen in den Arm geblasen. Der Arm war danach fast wie explodiert. Dementsprechend habe ich gegenüber Lichtbögen eine sehr zurückhaltende Einstellung. Der Ampera hat zwar nur knapp ein Viertel der Spannung, aber ich denke es genügt um einem den Rest der Zeit zu versauen.

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 14:56
von slv rider
die bedingungen für das entstehen eines lichtbogens sind bei abgeschaltetem fahrzeug nicht gegeben.
und wenn die karre kopfüber im graben liegt und tatsächlich leistung durch den msd geht muss diese leistung auch irgentwo hin und dort brazzelt es dann noch ganz anders.

Re: Wer hat Angst vorm Antriebsstrang?

Verfasst: 17. Jan 2018 16:10
von BECKER-SYSTEMS
RoterBaron hat geschrieben:Wegen möglicher Schäden kann ich den Unterschied auch verstehen, aber wenn ich das richtig verstanden habe könnte beim Ziehen des MSD ein Lichtbogen entstehen. Gerade, wenn das Fahrzeug verunfallt ist. Sogesehen hätte ich als Ersthelfer tatsächlich Bammel bei einem verunfallten Fahrzeug den MSD zu ziehen. Ich habe vor Jahren von einem Unfall im Gleichrichtegebäude der Hamburger S-Bahn erfahren. Dort werden die 1600V der S-Bahn mit rustikaler Technik geschaltet. Wenn ein Lichtbogen entsteht wird der mit Pressluft "fortgeblasen". An dem Tag stand leider einer der Arbeiter dort im Schutzbereich und bekam den Lichtbogen in den Arm geblasen. Der Arm war danach fast wie explodiert. Dementsprechend habe ich gegenüber Lichtbögen eine sehr zurückhaltende Einstellung. Der Ampera hat zwar nur knapp ein Viertel der Spannung, aber ich denke es genügt um einem den Rest der Zeit zu versauen.
Genau darum geht es. Es geht in erster Linie um den möglichen Lichtbogen. Die Anschlüße haben, falls der Akku unbeschädigt, 0 Volt Potentialunterschied. Habe mir die Rettungskarte mal angesehen. Der Stecker soll da ohne 1000V Handschuhe gezogen werden und es ist kein Sicherheitshinweis darauf vermerkt. Mir bißchen unverständlich!