Stellungnahme Opel zum Fahrbericht "auto motor und sport"
Verfasst: 19. Aug 2011 05:42
von Dr. Ing. Christian Kunstmann, Opel - im Ampera Blog
@ alle: Leider komme ich erst jetzt dazu, mich zu diesem wichtigen Thema zu melden. Auslöser ist ja der Ampera Fahrbericht in der ams 16/2011. In diesen Artikel haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, die für etwas Verwirrung sorgen können.
So zum Beispiel die Beschreibung, dass der Ampera für Zwischen-Sprints den Verbrennungsmotor brauchen würde. Das stimmt nicht. Das ist ja gerade der Unterschied zwischen einem Plug-in-Hybrid und einem Elektroauto mit Reichweitenverlängerer wie dem Ampera: Der Ampera ist für den rein elektrischen Antrieb ausgelegt. Mit seinem 111 kW starken Elektro-Antrieb bringt er die volle Beschleunigung und Geschwindigkeit. Solange Energie in der Batterie ist, bleibt der Verbrennungsmotor aus. Der ist nur für die verlängerte Reichweite, nicht für die Leistung erforderlich. Beim Plug-In-Hybrid ist es aber genau umgekehrt: Der Verbrennungsmotor bringt die volle Antriebsleistung und ein relativ kleiner Elektromotor unterstützt ihn dabei. Der elektrische Betrieb eines Plug-in-Hybrids ist daher schnell beendet, wenn der Fahrer mal normal beschleunigen will oder höhere Geschwindigkeiten fährt. Dann röhrt der Verbrenner sofort los. Und die geringe elektrische Reichweite (kleine Batterie) wird auch dazu führen, dass man öfter mal an der Tankstelle steht. Letztlich ist auch ein Plug-in-Hybrid dafür ausgelegt, weniger Benzin zu verbrauchen. Beim Ampera geht es aber darum, kein Benzin mehr zu verbrauchen, sondern mit erneuerbaren Energien und viel Fahrspaß und Komfort unterwegs zu sein. Ich bin mir sicher, dass der Kunde diesen Unterschied sofort versteht und wertschätzt, sobald er das Auto mal „erfahren“ hat. Und in diesem Sinne ist es auch richtig, dass der Ampera kein reines Elektroauto ist – er ist ein Elektroauto mit Reichweitenverlängerung – das bessere Elektroauto.
Bei der von „auto motor und sport“ beschriebenen Situation in der das Laden nicht funktionierte, lag nicht ein Problem des Autos vor, sondern eines der Steckdose bzw. der Elektroinstallation. Das Ampera-Ladegerät verfügt über eine Schutzschaltung: Vor jedem Ladevorgang checkt der Ampera die Steckdose z.B. auf eine ordnungsgemäße Erdung. Fällt die Überprüfung negativ aus, kann keine Ladung erfolgen. Bei einer Steckdose auf einem Campingplatz ist es durchaus möglich, dass entweder die Kontakte korrodiert waren oder einfach zu viele Verbraucher an der Steckdose hingen und einen deutlichen Spannungsabfall verursacht haben. Leider wurde das mit der genannten Anweisung in der englischsprachigen Bedienungsanleitung in Verbindung gebracht und diese wurde falsch verstanden. Tatsächlich fordert die Bedienungsanleitung gerade dazu auf, bei hohen oder niedrigen Temperaturen die Batterie aufzuladen, denn bei Außentemperaturen unter 0°C und über 32°C benötigt die Batterie zusätzliche Energie für Heizung/Kühlung. Das hat nichts mit dem Ladevorgang selbst zu tun, es ist vielmehr eine generelle Eigenschaft der Li-Ionen-Batterien und gilt also für alle modernen Elektroautos. Die Batterie funktioniert natürlich auch außerhalb dieses Temperaturfensters. Für eine optimale Performance und Batterielebensdauer empfehlen wir jedoch, bei Temperaturen unter 0°C oder über 32°C den Ampera während langer Standzeiten von mehreren Tagen ans Stromnetz anzuschließen, um die Batterie im geeigneten Temperaturfenster zu halten. Das sind allerdings wirklich Extremfälle.
Die volle Leistungsfähigkeit des Ampera ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
@ alle: Leider komme ich erst jetzt dazu, mich zu diesem wichtigen Thema zu melden. Auslöser ist ja der Ampera Fahrbericht in der ams 16/2011. In diesen Artikel haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, die für etwas Verwirrung sorgen können.
So zum Beispiel die Beschreibung, dass der Ampera für Zwischen-Sprints den Verbrennungsmotor brauchen würde. Das stimmt nicht. Das ist ja gerade der Unterschied zwischen einem Plug-in-Hybrid und einem Elektroauto mit Reichweitenverlängerer wie dem Ampera: Der Ampera ist für den rein elektrischen Antrieb ausgelegt. Mit seinem 111 kW starken Elektro-Antrieb bringt er die volle Beschleunigung und Geschwindigkeit. Solange Energie in der Batterie ist, bleibt der Verbrennungsmotor aus. Der ist nur für die verlängerte Reichweite, nicht für die Leistung erforderlich. Beim Plug-In-Hybrid ist es aber genau umgekehrt: Der Verbrennungsmotor bringt die volle Antriebsleistung und ein relativ kleiner Elektromotor unterstützt ihn dabei. Der elektrische Betrieb eines Plug-in-Hybrids ist daher schnell beendet, wenn der Fahrer mal normal beschleunigen will oder höhere Geschwindigkeiten fährt. Dann röhrt der Verbrenner sofort los. Und die geringe elektrische Reichweite (kleine Batterie) wird auch dazu führen, dass man öfter mal an der Tankstelle steht. Letztlich ist auch ein Plug-in-Hybrid dafür ausgelegt, weniger Benzin zu verbrauchen. Beim Ampera geht es aber darum, kein Benzin mehr zu verbrauchen, sondern mit erneuerbaren Energien und viel Fahrspaß und Komfort unterwegs zu sein. Ich bin mir sicher, dass der Kunde diesen Unterschied sofort versteht und wertschätzt, sobald er das Auto mal „erfahren“ hat. Und in diesem Sinne ist es auch richtig, dass der Ampera kein reines Elektroauto ist – er ist ein Elektroauto mit Reichweitenverlängerung – das bessere Elektroauto.
Bei der von „auto motor und sport“ beschriebenen Situation in der das Laden nicht funktionierte, lag nicht ein Problem des Autos vor, sondern eines der Steckdose bzw. der Elektroinstallation. Das Ampera-Ladegerät verfügt über eine Schutzschaltung: Vor jedem Ladevorgang checkt der Ampera die Steckdose z.B. auf eine ordnungsgemäße Erdung. Fällt die Überprüfung negativ aus, kann keine Ladung erfolgen. Bei einer Steckdose auf einem Campingplatz ist es durchaus möglich, dass entweder die Kontakte korrodiert waren oder einfach zu viele Verbraucher an der Steckdose hingen und einen deutlichen Spannungsabfall verursacht haben. Leider wurde das mit der genannten Anweisung in der englischsprachigen Bedienungsanleitung in Verbindung gebracht und diese wurde falsch verstanden. Tatsächlich fordert die Bedienungsanleitung gerade dazu auf, bei hohen oder niedrigen Temperaturen die Batterie aufzuladen, denn bei Außentemperaturen unter 0°C und über 32°C benötigt die Batterie zusätzliche Energie für Heizung/Kühlung. Das hat nichts mit dem Ladevorgang selbst zu tun, es ist vielmehr eine generelle Eigenschaft der Li-Ionen-Batterien und gilt also für alle modernen Elektroautos. Die Batterie funktioniert natürlich auch außerhalb dieses Temperaturfensters. Für eine optimale Performance und Batterielebensdauer empfehlen wir jedoch, bei Temperaturen unter 0°C oder über 32°C den Ampera während langer Standzeiten von mehreren Tagen ans Stromnetz anzuschließen, um die Batterie im geeigneten Temperaturfenster zu halten. Das sind allerdings wirklich Extremfälle.
Die volle Leistungsfähigkeit des Ampera ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.