Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:Wie man auch in diesem Forum schon nachlesen kann ist es nicht möglich den Wagen rein elektrisch zu fahren.
Im Winter bei Minustemperaturen unter -4°C nicht. Ich persönlich habe im Dezember eine Probefahrt machen können und habe trotz E-Heizung, es waren Draußen +8C, eine reine elektrische Reichweite von 56 KM erreicht. Bei der Probefahrt wurde einiges ausprobiert, wäre ich effizenter gefahren ... hier geht es aber nicht um wenn und aber.
Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:
Wenn ich nur 10 Kilometer zum arbeiten fahren sicher, aber bei 50 KM zur Arbeit schon nicht mehr. Wenn man noch einen Einkaufsbummel hin hängt schon gar nicht mehr. Und wenn es ein Freitag ist und dann geht es noch etwas mit Freunden weg schon gar nicht mehr.
Ich fahre Morgens 23,8 KM zur Arbeit, lade meinen Ampera dort wieder auf und fahre Abends 23,8 KM zurück. Ich wohne in eine gemäßigte Klimazone (Norddeutschland), und bei den Außentemperaturen habe ich über 9 Monaten eine elektrische Reichweite von 60-80 KM. Also nach Feierabend noch 36-56 KM in den Batterien.
Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:Auch ein Sonntagsausflug mal 200 - 300 Km ist rein elektrisch nicht möglich.
Seltsam das oft versucht wird die eigentliche Stärke eines Autos zu vertuschen?
Wie oft kommt das vor ? Aber dafür ist der RE ja an Bord ! 60-80 KM elektrisch und dann weiter ... weiter ... weiter ... weiter, zwar nicht rein elektrisch, aber eben weiter.
Das ist ja gerade die Stärke des Amperas.
Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:Ein Ampera wäre nett, eine eigenen Solar Fotovoltaik Anlage mit Fronius Wandler wäre vorhanden, daher der Ampere eine Option.
Ja ... ja ... ja das wäre optimal.
Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:Die Alternative ein Opel Zafira 1.6 CNG ecoFlex Turbo oder VW Touran EcoFuel. Tanken würde ich in Augsburg Bioerdgas.
Nach der Zusammensetzung werden verschiedene Typen Erdgas unterschieden. Erdgas H (von engl. high ‚hoch‘) hat einen höheren Methangehalt (87 bis 99 Vol. %), während Erdgas L (von engl. low ‚niedrig‘) bei Methananteilen von 80 bis 87 Vol. % größere Mengen an Stickstoff und Kohlenstoffdioxid enthält.
* Erdgas „L“ besteht aus etwa 85 % Methan, 4 % Ethan, Propan, Butan, Pentan
* Erdgas „H“ aus der Nordsee besteht aus circa 89 % Methan, 8 % Ethan, Propan, Butan, Pentan
* Erdgas „H“ aus den GUS-Staaten besteht aus circa 98 % Methan
* Brennwert Hs / Masse : 10 – 14 kWh/kg = 36 – 50 MJ/kg
* Brennwert Hs / Volumen : 8,2 – 11,1 kWh/m³ = 30 – 40 MJ/m³
* Der Heizwert Hi liegt jeweils etwa 10 % unter diesen Werten.
Beim Zafira CNG liegt die Reichweite im reinen Erdgasbetrieb bei "L"-Gas bei 300 und bei "H"-Gas bei 400 KM. Das Mehrgewicht für die Erdgasanlage beträgt über 100 KG. Der Energiegehalt von 1 kg Erdgas (H-Gas) entspricht etwa 1,5 Liter Benzin. Biogas ist ein brennbares Gas, welches durch Vergärung von Biomasse jeder Art hergestellt wird, aber auch hier fällt CO² und Stickoxyde beim Verbrennen an.
Prof. Dr. Folkvogel hat geschrieben:Unter diesem Gesichtspunkt wäre für mich der CNG Antrieb lieber, würde aber gerne auch meinen eigenen Strom gerne nutzen.
Ich sehe das Problem bei dem hohen Gewicht der 200 bar Druckflasche(n) mit insgesamt 18-21 KG Erdgas. Und wo hin damit, es wäre dann kein Kofferraum mehr vorhanden. Unter dem Boden, wie beim Zafira, geht nicht da sitzen die Batterien. Die Idee elektrisch zu fahren und den RE mit Biogas zu betreiben ist zwar von der Logik her am Umweltfreundlichsten, aber scheitert an den Gesamtgewicht beider Komponenten. Über 300 KG für Energiespeicherung ist eindeutig zu viel für ein PKW. Das würde auch das Konzept des Amperas absordum führen. Beim Ampera sind nur so viel Batterie an Bord das eine Strecke von 60-80 KM (80% allertäglichen Fahrten) elektrisch bewähltigt werden können, der Rest wird mit Benzin erledigt. Warum sollen das Gewicht für Batterien für 300 KM mit Energie bewegt werden, wenn ich die 300 KM Reichweite nur bei 5% meiner Fahrten benötige ? Ist das nicht Energieverschwendung ?