Wie werden Auto-Tests im Jahr 2044 aussehen?
Verfasst: 28. Aug 2014 19:08
Stellen wir uns nur einmal vor, wir schreiben das Jahr 2044.
Die Zeitschrift…, (nein sorry Zeitschriften gibt es leider nicht mehr)
Das Cyber-Portal „E-Auto-E-Motor“ (ohne Sport) testet ein gut erhaltenes, 30 Jahre altes Auto mit Verbrennungsmotor (Turbo-Diesel) mit 6-Gang Schaltgetriebe. Es handelt sich um eine Leihgabe eines Sammlers, der bereits vor vielen Jahren auf E-Autos umgestiegen ist.
Ungewohnt ist zunächst, dass der vordere Kofferraum komplett durch den Motor belegt wird. Im Punkto Stauraum gibt das schon einmal die ersten Punktabzüge. Im Motorraum hing ein alter Zettel auf dem war vermerkt, wann der letzte Ölwechsel gemacht wurde. Früher mussten Motoren fast jährlich neues Öl haben. Für die Werkstätten war das eine tolle Möglichkeit, viel Geld mit wenig Arbeit zu verdienen.
Da es leider kaum noch Tankstellen gibt, ordern die Autotester 50 Liter Speiseöl, diese Menge sollte genügen um keine Reichweitenangst haben zu müssen. Die Lieferung erfolgt über ein ferngelenktes E-Liefer-Auto.
Tankstellen waren übrigens die Orte, wo es früher ständig Warteschlangen und Zoff gab, wenn der Treibstoff mal wieder günstig war, im Laufe der Zeit hatten sie nur noch die Funktion eines Kiosks. Als es mehr und mehr E-Autos gab, wurde das Benzin sogar für einige Zeit billiger, weil das Angebot größer war, als die Nachfrage.
Das Auftanken des Testwagens zuhause erweist sich als schwierig, denn beim Betanken des Autos gab es eine Riesensauerei, weil die Tester zu viel Speiseöl in den Tank gekippt haben.
Zum Starten des Motors musste der sogenannte Zündschlüssel gedreht werden, aber es passierte erst einmal gar nichts. Nach weiteren Versuchen entdecken die Tester die Meldung im Tacho-Display: „Bitte Kupplung treten“.
Für die Autotester ist es lange her, dass sie das letzte Mal mit Schaltgetriebe gefahren sind. Andauernd verwechseln sie die Gänge oder vergessen die Kupplung zu treten. Der Fachmann spricht im Hinblick auf die Geräusche aus dem Getriebe vom „Zähneputzen“. Mehrmals würgen sie beim Anfahren den Motor ab, weil sie zu wenig auf das Strompedal (früher Gaspedal genannt) getreten haben.
Die Tester stellen fest, dass das Autofahren früher noch richtig anstrengend war. Man konnte sich vor lauter Kuppeln und Schalten nie richtig auf den Verkehr konzentrieren. Hinzu kommt das ständige, unnötige Brummen des Motors. Sie fühlen sich genervt, durch die permanente Geräuschkulisse.
Im Armaturenbrett, gibt es eine Anzeige für die Motortemperatur. Damals musste man den Motor erst warmfahren, bevor man die volle Leistung abrufen durfte. Wer sich ständig nicht daran hielt, bekam langfristig die Quittung, zuerst in Form von erhöhtem Ölverbrauch und später eventuell durch einen Motorschaden. Wer mit einem Diesel immer Kurzstrecken fuhr, wurde irgendwann genötigt eine längere Strecke zu fahren, um den Feinstaubpartikelfilter frei zu brennen. Nun war es grade soweit: Die Leute am Straßenrand schauten dem Auto ungläubig und kopfschüttelnd hinterher. Ein kleines Kind hält sich mit einer Hand die Nase zu, greift mit der anderen nach der Hand seiner Mutter und sagt: „Schau Mama, das Auto stinkt und brennt, da kommt Rauch hinten raus.“
Zum Glück dürfen im Jahr 2044 die Autos mit Verbrennungsmotor nur noch außerhalb von bewohntem Gebiet betrieben werden. Schon lange dürfen Autos mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff nicht mehr in öffentliche Parkhäuser.
Beim Tritt auf das Strompedal (nein Gaspedal) stellen die Tester fest, dass die gewünschte Beschleunigung immer etwas verzögert eintritt. Beim Bergabfahren bremst das Auto kaum, verbraucht allerdings keinen Sprit. Ein winziger Teil der Energie wurde bereits damals dadurch zurück gewonnen, dass die Lichtmaschine im Schubbetrieb den kleinen 12 Volt Akku (früher Starterbatterie genannt) aufgeladen hat.
Da die Autos früher alle mit unterschiedlicher und teilweise überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren gab es etwas, das man Überholvorgang nannte. Mit dem Testwagen ist hierbei die volle Konzentration gefragt, weil man den richtigen Gang und die optimale Drehzahl erwischen muss um wirklich so schnell voran zu kommen wie mit einem herkömmlichen E-Auto.
Speziell beim Beschleunigen und in den niedrigen Gängen fällt den Testern auf, dass der Verbrauch von wertvollem Speiseöl enorm in die Höhe geht. Im Stand läuft der Motor sinnlos vor sich hin.
Zum Abschluss wird noch die elektrische Reichweite getestet, indem man mit eingelegtem 1. Gang so lange den Anlasser laufen lässt, bis die 12 Volt Batterie leer ist. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Wer im Jahr 2044 lebt kann kaum verstehen, warum die Menschen damals noch mit Verbrennungsmotoren fuhren.
Es gab im Jahr 2014 schon mehr als genug Strom um alle Autos elektrisch zu betreiben.
Leider wussten viele Leute damals noch nicht, wie toll das fahren mit E-Autos ist, weil die Presse jede Gelegenheit nutzte, um die Elektromobilität schlecht zu machen.
Nach und nach schwand die Macht großen Pressehäuser, denn die Leute informierten sich lieber über Foren und Netzwerke.
Die Zeitschrift…, (nein sorry Zeitschriften gibt es leider nicht mehr)
Das Cyber-Portal „E-Auto-E-Motor“ (ohne Sport) testet ein gut erhaltenes, 30 Jahre altes Auto mit Verbrennungsmotor (Turbo-Diesel) mit 6-Gang Schaltgetriebe. Es handelt sich um eine Leihgabe eines Sammlers, der bereits vor vielen Jahren auf E-Autos umgestiegen ist.
Ungewohnt ist zunächst, dass der vordere Kofferraum komplett durch den Motor belegt wird. Im Punkto Stauraum gibt das schon einmal die ersten Punktabzüge. Im Motorraum hing ein alter Zettel auf dem war vermerkt, wann der letzte Ölwechsel gemacht wurde. Früher mussten Motoren fast jährlich neues Öl haben. Für die Werkstätten war das eine tolle Möglichkeit, viel Geld mit wenig Arbeit zu verdienen.
Da es leider kaum noch Tankstellen gibt, ordern die Autotester 50 Liter Speiseöl, diese Menge sollte genügen um keine Reichweitenangst haben zu müssen. Die Lieferung erfolgt über ein ferngelenktes E-Liefer-Auto.
Tankstellen waren übrigens die Orte, wo es früher ständig Warteschlangen und Zoff gab, wenn der Treibstoff mal wieder günstig war, im Laufe der Zeit hatten sie nur noch die Funktion eines Kiosks. Als es mehr und mehr E-Autos gab, wurde das Benzin sogar für einige Zeit billiger, weil das Angebot größer war, als die Nachfrage.
Das Auftanken des Testwagens zuhause erweist sich als schwierig, denn beim Betanken des Autos gab es eine Riesensauerei, weil die Tester zu viel Speiseöl in den Tank gekippt haben.
Zum Starten des Motors musste der sogenannte Zündschlüssel gedreht werden, aber es passierte erst einmal gar nichts. Nach weiteren Versuchen entdecken die Tester die Meldung im Tacho-Display: „Bitte Kupplung treten“.
Für die Autotester ist es lange her, dass sie das letzte Mal mit Schaltgetriebe gefahren sind. Andauernd verwechseln sie die Gänge oder vergessen die Kupplung zu treten. Der Fachmann spricht im Hinblick auf die Geräusche aus dem Getriebe vom „Zähneputzen“. Mehrmals würgen sie beim Anfahren den Motor ab, weil sie zu wenig auf das Strompedal (früher Gaspedal genannt) getreten haben.
Die Tester stellen fest, dass das Autofahren früher noch richtig anstrengend war. Man konnte sich vor lauter Kuppeln und Schalten nie richtig auf den Verkehr konzentrieren. Hinzu kommt das ständige, unnötige Brummen des Motors. Sie fühlen sich genervt, durch die permanente Geräuschkulisse.
Im Armaturenbrett, gibt es eine Anzeige für die Motortemperatur. Damals musste man den Motor erst warmfahren, bevor man die volle Leistung abrufen durfte. Wer sich ständig nicht daran hielt, bekam langfristig die Quittung, zuerst in Form von erhöhtem Ölverbrauch und später eventuell durch einen Motorschaden. Wer mit einem Diesel immer Kurzstrecken fuhr, wurde irgendwann genötigt eine längere Strecke zu fahren, um den Feinstaubpartikelfilter frei zu brennen. Nun war es grade soweit: Die Leute am Straßenrand schauten dem Auto ungläubig und kopfschüttelnd hinterher. Ein kleines Kind hält sich mit einer Hand die Nase zu, greift mit der anderen nach der Hand seiner Mutter und sagt: „Schau Mama, das Auto stinkt und brennt, da kommt Rauch hinten raus.“
Zum Glück dürfen im Jahr 2044 die Autos mit Verbrennungsmotor nur noch außerhalb von bewohntem Gebiet betrieben werden. Schon lange dürfen Autos mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff nicht mehr in öffentliche Parkhäuser.
Beim Tritt auf das Strompedal (nein Gaspedal) stellen die Tester fest, dass die gewünschte Beschleunigung immer etwas verzögert eintritt. Beim Bergabfahren bremst das Auto kaum, verbraucht allerdings keinen Sprit. Ein winziger Teil der Energie wurde bereits damals dadurch zurück gewonnen, dass die Lichtmaschine im Schubbetrieb den kleinen 12 Volt Akku (früher Starterbatterie genannt) aufgeladen hat.
Da die Autos früher alle mit unterschiedlicher und teilweise überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren gab es etwas, das man Überholvorgang nannte. Mit dem Testwagen ist hierbei die volle Konzentration gefragt, weil man den richtigen Gang und die optimale Drehzahl erwischen muss um wirklich so schnell voran zu kommen wie mit einem herkömmlichen E-Auto.
Speziell beim Beschleunigen und in den niedrigen Gängen fällt den Testern auf, dass der Verbrauch von wertvollem Speiseöl enorm in die Höhe geht. Im Stand läuft der Motor sinnlos vor sich hin.
Zum Abschluss wird noch die elektrische Reichweite getestet, indem man mit eingelegtem 1. Gang so lange den Anlasser laufen lässt, bis die 12 Volt Batterie leer ist. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Wer im Jahr 2044 lebt kann kaum verstehen, warum die Menschen damals noch mit Verbrennungsmotoren fuhren.
Es gab im Jahr 2014 schon mehr als genug Strom um alle Autos elektrisch zu betreiben.
Leider wussten viele Leute damals noch nicht, wie toll das fahren mit E-Autos ist, weil die Presse jede Gelegenheit nutzte, um die Elektromobilität schlecht zu machen.
Nach und nach schwand die Macht großen Pressehäuser, denn die Leute informierten sich lieber über Foren und Netzwerke.