Seite 1 von 1

Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 4. Nov 2014 20:34
von VoltIhrAmpera?
Ich möchte Euch an einem Gedanken, den ich heute beim Volt-Fahren hatte, teilhaben lassen.

Ich fuhr heute einige Kinder aus der Schule meines Juniors als eines von 4 Eltern-Taxis ins Theater, als mir einige Traktore auf den Feldern auffielen. Ich erinnerte mich dabei an ein Gespräch mit einem befreundeten Landwirt, der mir mal erzählt hatte, dass er schonmal 250l Diesel pro Tag mit seinem Traktor verbraucht.
Der Betrag, den also ein Landwirt permanent für den Betrieb seiner Maschinen aufbringen muss, nur weil es in der Landwirtschaft einfach noch kein so geniales Konzept wie unser geschätztes und geliebtes Voltec-System gibt, ist unglaublich hoch.

Ein ganz wesentlicher Bestandteil der Arbeitskraft aller Menschen, die in irgendeiner Art auf den Betrieb von Verbrennungsmaschinen in ihrem Arbeitsprozess angewiesen sind geht an die Mineralölwirtschaft....

Ich könnte echt draufloskotzen :evil: :evil:

Besonders inder Landwirtschaft, die auf unsere Umwelt und Natur angewiesen ist, stinkt die allseits vorherrschende Passivität und Trägheit zum Himmel.

Was meint Ihr dazu??

Gruß Chris

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 5. Nov 2014 03:19
von Hartmut49
Guten Morgen Criss,
ein Schlepper in der Landwirtschaft, müsste aber ein sehr sehr großes Akku haben. um ein 10- 20 Stundentag zu bewältigen .
Daß Gewichtsproblem , wäre hier z. T , aber nicht vorhanden, da ja, - je schwerer- je mehr Zugkraft.
Vorausgesetzt, die Bodenverhätnisse geben, das her.
Das gleiche gilt auch für unserer LKW Fehrnverkehr.
Doch im letzten Jahr, auf der Hannover messe, war ein holländischer Elektro/ Hybrid/ Spezialschlepper ausgestellt.
Der konnte seine Maße, in der Breit, so wie auch in der Länge elektrich verstellen .
Ein Preis, und das wird auch hier der Knackpunkt sein, wurde nicht angegeben !
Gruß
Hartmut

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 5. Nov 2014 09:28
von he2lmuth
Derzeit ist die Energie von 200 L Diesel mit Akkus nicht darzustellen. Weder vom:

Akkupreis noch
Gewicht
Volumen
etc

Der Dieseltrecker wird bleiben... für die folgenden Jahrzehnte, denn eine derartige Vebesserung der Akkus ist nicht in Sicht. Beispiel:

Der etwa 10fach bessere LithiumLuftakku kommt nicht vor 2030, sage die die ihn entwickeln. :(
In der grünen Presse liest man wie so oft Anderes :lol:

Grüße
Hellmuth

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 5. Nov 2014 09:30
von agentsmith1612
Eigentlich braucht ein Traktor/Schlepper gar nicht identisch großen Motor in elektrischer Form, sondern einfach nur einen Motor der das nötige Drehmoment liefert. Der wäre sogar noch nicht einmal so groß. Der Akku wäre natürlich so ziemlich groß. Ob die Herren der Landwirtschaft dann damit klar kommen können, dass er einige Stunden Ladezeit benötigt, weiß ich nicht. Bei Drehschern und anderen direkten Ernte Maschinen wohl eher nicht, die fahren ja fast 24h lang.

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 5. Nov 2014 09:56
von he2lmuth
Drehmoment ohne die Betrachtung der Leistung ist m.M. nach unzulässig.
Nicht das Drehmoment treibt den Schlepper sondern die Leistung!

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 5. Nov 2014 11:51
von georgk111
Lustig, dass in diesem Forum diese Frage auftaucht ...
Hab mir vor ein paar Jahren mal den Motor des REVA I (13kW bei 48V) theoretisch auf einen alten Steyr Traktor mit 18PS (also ca. 13kW, frühe Modelle hatten 15 PS) umgerechnet. Bei entsprechender Untersetzung und dementsprechender Reduktion der Topspeed würde das Drehmoment passen (also 1:3 Reduktion, ca. 27km/h).
Der hatte ein Gesamtgewicht von 1900kg (also das 3 fache des REVA I Leergewichtes), aber soviel ich weiss eine 80 kg Schwungmasse. Die hat als "Drehmomentspeicher" für kurzzeitige Überlastungen gedient, und müßte wohl belassen werden.

Die Akkus würde ich vom Gewicht her nicht unbedingt als Nachteil sehen, Staplerbatterien gibt es bis 5t, welche z.T auch als Ausgleichsgewicht benötigt werden. Mit was Handelsüblichen könnte man grqad male eine Wiese mähen, nachladen, Heu wenden, nachladen und evtl. mit dem Heulader ausfahren.

Und es ist schon klar, solche Leitungen werden heute in besseren Aufsitzmähern verbaut. Ich gebe zu, ich bin selbst bei dem Winzling bei heftigem/ganztägigem Einsatz am Feld rechnerisch letztlich auf einen mit (selbsterzeugten) Sonnenblumenöl betriebenen Generatoranhänger gekommen, weil mit großen Akkus das nicht machbar wäre und man obligat zwischenladen müßte ;-)

Aber der Kuriosotät halber: antiker Typenschein 1956
http://www.15er-steyrer.at/Typenschein%201.htm

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 7. Nov 2014 14:50
von axlk69
he2lmuth hat geschrieben:Derzeit ist die Energie von 200 L Diesel mit Akkus nicht darzustellen....
Die Frage ist, würde ein Traktor mit einem effizienten Elektromotor überhaupt so viel Energie benötigen?
Man darf nicht vergessen, dass auch beim Traktor nicht einmal ein Drittel, der im Treibstoff enthaltenen Energie bei den Rädern ankommt!
Dass Elektromotoren gerade dort zum Einsatz kommen, wo echt Power gefragt ist zeigt sich ja zB auf Kreuzfahrtschiffen oder zB beim Belaz 7510, dem größten Muldenkipper der Welt!
http://de.wikipedia.org/wiki/BelAZ_75710
Dass in beiden Fällen der Strom aus Generatoren stammt ist schon klar, der Antrieb allerdings ist in beiden Fällen elektrisch!
Außerdem werden auf der Landwirtschaft ja nicht nur Ungetüme benötigt, die 200 Liter Sprudel pro Tag gurgeln, sondern auch zahlreiche andere Arbeitstierchen, die mit weit weniger zufrieden sind.
Und sagen wir mal die Ausdauer von 50 Liter Diesel ist schon in einen Akku zu packen! (Verluste des Verbrenners miteinkalkuliert)
Ich bin hier voll bei Chris:
Die Landwirtschaft wäre ein sehr sinnvoller Einsatzzweck für Elektromobilität!
Vielleicht heute noch nicht für die ganz großen Maschinen, sicher aber für die kleinen.

Re: Die Sache mit dem Öl.....

Verfasst: 7. Nov 2014 15:34
von georgk111
Ja, ich dachte damals auch, dass die relative Ortsgebundenheit einen Vorteil haben kann.

Also das größte was ich so auf die schnelle gefunden habe ist eine Staplerbatterie mit 80V, 124kWh und 3.2t, die etwa 1,2 m³ einnimmt:
80 V 1550 10PzS1550 1034 1575 769 784 3250 9.427,62 €

Ich komm da auf Energieinhalt von 37l Diesel. Der Traktor hätte dann aber >> mehr als 5t Eigengewicht :-(
Vielleicht gäben sich LiIon Batterien mit dem halben Gewicht zufrieden (ich glaub das wären überschlägig 10 Amperabatterien mit 2t zum Preis von 20000€)