Welchen Weg geht die Elektromobilität?

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caffeine
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Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von caffeine »

Gestern im Deutschlandfunk eine 60 minütige Sendung mit Diskussion zum Thema Elektromobilität. Man kann es sich als MP3 von hier downloaden oder streamen.

Ich habe es mit gerade angehört und bin leicht verärgert. Vor allem über den Herrn Lobek von Greenpeace, der die Elektromobilität im Auto für auf lange Sicht nicht machbar erachtet. Er sieht die Zukunft höchstens in absoluten Kleinstfahrzeugen - aber keinesfalls in Automobilen, wie wir sie heute kennen. Außerdem sei der Hype um Tesla Bullshit [sic]. Es sei vollkommen egal, ob ein paar Stars einen Tesla fahren.

Was ist denn das für ein Greenpeace Vertreter? Der sollte dringend aufhören, dieses Zeug zu rauchen ;-)
Hat der schon mal aus dem "Schaufenster" geschaut? Jede Menge ZOEs, Leafs, Amperas, Volt, Teslas usw. Natürlich keine Millionen, nicht mal hunderttausend. Aber doch immerhin in steigender Anzahl! Wie kann man denn als Vertreter eines ökologischen Vereins im Radio einen solchen - um in seinen Worten zu bleiben - Bullshit verbreiten?

Hat es jemand von Euch gehört?
Viele Grüße
Stefan
Aaamperaaa
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von Aaamperaaa »

Herr Lohbeck ist schön öfters mit derartigen Ansichten aufgefallen. Seit Jahren wettert er gegen Elektroautos. Da kommt ihm der Erfolg von Tesla sicherlich nicht sehr gelegen.

Die Gründe für die Positionierung von Greenpeace erschließen sich mir nicht. Schon vor einem Jahr habe ich den "Verein" aufgrund der von Lohbeck publizierten Artikel verlassen. Umweltschutz geht anders....
JanT
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von JanT »

Ja, dieser Mensch hat seine eigene Agenda (warum auch immer). Ständig verbreitet er gezielt falsche Informationen über E-Mobilität und hat sich damit bereits mächtig in der Öko Szene isoliert. Er ist jeglicher Logik und auch Fakten nicht zugänglich und spottet jeder Beschreibung... Ignoriert ihn..!
caffeine
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von caffeine »

JanT hat geschrieben:.. Ignoriert ihn..!
Gerne. Nur solche Typen bilden Meinung in der Öffentlichkeit. Schließlich zählt die Meinung eines offiziellen Greenpeace Mitarbeiters mehr als die eines "normalen" Emobilisten, der täglich mit dem E-Fahrzeug fährt. Der wird nämlich in aller Regel nicht gefragt und nicht in solche Runden eingeladen.

Es nervt mich ungemein, dass die wichtigen Themen der Zukunft (emobility, erneuerbare Energien...) von diesen Leuten immer mit jede Menge Bedenken und Unmöglichkeiten ausgestattet werden. Unter Missachtung der Realität, die steigende Zulassungszahlen von Emobilen ausweist. Anstatt mit etwas Optimismus zu argumentieren. Positive Beispiele zu erläutern, Chancen aufzuzeigen.

Ich sehe ja ein das viele E-Autos noch zu teuer sind für "Jedermann" oder manches zu kompliziert. Ich sehe auch, das die Ladeinfrastruktur noch nicht perfekt ist - in unserer ländlichen Gegend fast nicht vorhanden.
Aber da gilt Tachys Rede: Wenn jeder der problemlos könnte, es machen würde (ein eAuto fahren), wäre schon sehr viel erreicht.

Nur wenn diese Reichsbedenkenträger ständig auf die Öffentlichkeit einreden: Es geht nicht, es wird keine Zukunft haben, es gibt zu viele Nachteile.... Dann wird sich Otto Normalverbraucher gegen ein E-Fahrzeug entscheiden, obwohl es für ihn das praktichste Auto überhaupt wäre.
Viele Grüße
Stefan
Hartmut49
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von Hartmut49 »

Ja Stevan,
ich staune auch immer, welche ,auch in meinem näheren Umkreis, fest gefahrene Meinungen in Bezg.
auf E mobilität, und auch auf die erneuerbare Energien vorhanden sind.
Und ich habe sehr viel Freude, wenn ich ihnen dann verkünden kann, wir fahren hier, und jetzt,
mit reiner Sonnenkraft! ohne jeglichen kostbaren fossielen Energieträgern
Auch regt mich auf, wenn ich dann höre, das aus dem deutschen Stromnetz kostbare Energie,
in Form von Strom, an unsere Nachbarn verschenkt wird.
Wenn nun noch keine verfügbaren Speichermöglichkeiten bestehen, sollte man, doch dringend erst
einmal, die Power to Gas Metode, und wenn auch nur als Zwischenlösung, ganz dringend einbringen!
Gruß,
Hartmut
cc879
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Re: AW: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von cc879 »

Schaut mal, wie lange es schon gedauert hat, bis der Diesel im Pkw salonfähig wurde.
Daran kann man abschätzen, wie lange die Vorurteile in den Köpfen beim erheblich größeren Wechsel von der Verbrennungskraftmaschine zum E-Motor bleiben werden.

Die meisten informieren sich ja auch nicht oder nur sehr oberflächlich und die Mund-zu-Mund Propaganda funktioniert auch noch lange nicht, da der Anteil elektrischer Fahrzeuge noch verschwindent gering ist - will sagen selbst wenn jeder E-Auto Fahrer 3 andere in einem Jahr überzeugt, ebenfalls ein E-Auto zu kaufen, spielt der Anteil in 5 Jahren immer noch keine große Rolle.

Dazu kommt auch die mangelhafte Auswahl. Bezahlbarer familentauglicher Kombi?
Gibts nicht. Noch nicht mal in unbezahlbar.
Erstwagenauglich sind für mich momentan nur Tesla S, Ampera und i3 mit RE.

Es gibt viele Leute, die einfach ins Autohaus gehen und sagen wir sind eine 4 köpfige Familie, haben 25.000€ zur Verfügung - lieber weniger - was können Sie uns denn empfehlen?

Für die gibt's doch überhaupt nichts.
Bis der Durchbruch anfängt, muss zumindest ein gewisses Angebot da sein. Aber das ist in den nächsten 2 Jahren doch wohl eher nicht der Fall - und was danach kommt, weiß man noch nicht.

Ich hoffe ja, dass Opel aus der Studie Monza was ordentliches zaubert und den Kundenkreis des Ampera deutlich erweitert.
Auch durch einen kostenoptimierten Ampera Ableger mit mehr Nutzwert (Anhängerkupplung, mehr Nutzlast, mehr Stauraum). So, wie ich Opel kennengelernt habe - einfach, robust und gutes Preis Leistungsverhältnis. Da gibts dann wieder ein Not-Reserverad statt teuren Sensoren und einen manuellen Heizungssteller mit 2 Tasten AC on/off und electric heat on/off.

Auf Dauer kommt E-Mobilität. Große Fahrzeuge kommen gar nicht am Plug in vorbei, wenn die Emissionsgrenzen zukünftig eingehalten werden sollen. Und mit dadurch immer besser und billiger werdenden Akkus wird es öfter dann auch mal ganz ohne Verbrenner gehen.
Neue Plug ins - siehe S-Klasse, BMW X5, Porsche irgendwas, Mitsubishi komm ich nicht drauf...

Das sind doch gute Ansätze, wenn auch zaghafte Anfänge. Aber die Menschen werden das lautlause Gleiten als sehr angenehm empfinden und nach immer mehr Reichweite verlangen und so wird der E-Abtrieb dann auch irgendwann das Rennen machen.
Aber das halt nicht in den nächsten 2 Jahren.

Greenpeace....da fällt mir auch nichts zu ein. Sehr traurig und schädlich fürs grüne Image.
Ist wohl noch ein Betonkopf der alten Sorte - Alle Autos sind doof.
Renault Zoe Intens & Corsa C 1.0
Weißer Volt
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von Weißer Volt »

Aber die Menschen werden das lautlause Gleiten als sehr angenehm empfinden....
Studien belegen, dass die Abrollgeräusche ab ca. 40 km/h die Motorgeräsche überlagern. Der Meinung bin ich nicht. Habe einen Selbsttest an einer 70er Straße gemacht. Ohne teure Meßinstrumente, nur mit meinen Ohren habe ich Diesel PKW's, Benziner und später meine Frau mit unserem Volt getestet. Den Verbrenner hörte ich auch.
Nun wollen die Straßenbauer einen grobkörnigeren Asphalt einsetzen, der der Schall schlucken soll. Für die
Kommunen zu teuer, deshalb sollen nun 30er Schilder aufgebaut werden, um dem Lärm einzudämmen.

Gruß
Michael S.
Gruß
Michael S.
vom Oberrhein
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von AmpiD(r)iver »

Ja, "Flüsterasphalt" is' toll! Aber eben... Alles wat' kost' wird nich' gemacht. Man sieht's ja jeden Frühling, wenn die Strassenmeistereien wieder die Löcher flicken welche nach zwei-drei Wochen wieder offen sind, anstatt 'nen neuen, sauberen Oberbelag zu ziehen! SO is' dat halt... :(
Es ist nur eine Frage der Energie! Hat man genug davon,
kann man ALLES erreichen!!! (© 16.2.2014)
"Aktuell: 183'xxx Km!"
... "ENERGIE!" ;)
Schwarze Ampera, Modell 2012 CU 108***, genannt "BlackPearl"
cc879
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von cc879 »

Weißer Volt hat geschrieben:
Aber die Menschen werden das lautlause Gleiten als sehr angenehm empfinden....
Studien belegen, dass die Abrollgeräusche ab ca. 40 km/h die Motorgeräsche überlagern. Der Meinung bin ich
Die müssen wohl an Hörgeschädigten gemacht worden sein :lol:
Ich hab das auch mal wissen wollen und hab bei 150 km/h den Motor abgeschaltet (BAB bergab) - na klar hört man das. Auch bergab auskuppeln und im Leerlauf laufen lassen klingt schon ganz anders.
Abgesehen davon beginnt und endet jede Fahrt mit einem Abschnitt unter 40 km/h.
Mein Vater hat eine aktuelle C-Klasse als 220CDI mit Start-Stopp. Das ist ja schon ein nicht billiges Auto mit hohem Komfort und bei seiner vorherigen C-Klasse (ebenfalls 220 CDI, aber W203) war mir der Motor auch nie unangenehm aufgefallen. Aber wenn man mit dem neuen jetzt an die Ampel ranrollt und der Motor schaltet sich ab, merkt man doch sehr den Unterschied und auch wie sehr es stört, wenn er sich beim Anfahren dann wieder anschaltet. Das ist die 7 Gang Automatik und das läuft auch alles sehr flüssig, aber das Geräusch fällt beim Wechsel an/aus schon recht unangenehm auf.
Es heißt ja Grün ist das neue Premium. In Bezug auf die Geräuscharmut scheint mir das auf jeden Fall zu stimmen.
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Tango
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Re: Welchen Weg geht die Elektromobilität?

Beitrag von Tango »

cc879 hat geschrieben:
Weißer Volt hat geschrieben:
Aber die Menschen werden das lautlause Gleiten als sehr angenehm empfinden....
Studien belegen, dass die Abrollgeräusche ab ca. 40 km/h die Motorgeräsche überlagern. Der Meinung bin ich
Die müssen wohl an Hörgeschädigten gemacht worden sein :lol:
Ich hab das auch mal wissen wollen und hab bei 150 km/h den Motor abgeschaltet (BAB bergab) - na klar hört man das. Auch bergab auskuppeln und im Leerlauf laufen lassen klingt schon ganz anders.
Abgesehen davon beginnt und endet jede Fahrt mit einem Abschnitt unter 40 km/h.
Mein Vater hat eine aktuelle C-Klasse als 220CDI mit Start-Stopp. Das ist ja schon ein nicht billiges Auto mit hohem Komfort und bei seiner vorherigen C-Klasse (ebenfalls 220 CDI, aber W203) war mir der Motor auch nie unangenehm aufgefallen. Aber wenn man mit dem neuen jetzt an die Ampel ranrollt und der Motor schaltet sich ab, merkt man doch sehr den Unterschied und auch wie sehr es stört, wenn er sich beim Anfahren dann wieder anschaltet. Das ist die 7 Gang Automatik und das läuft auch alles sehr flüssig, aber das Geräusch fällt beim Wechsel an/aus schon recht unangenehm auf.
Es heißt ja Grün ist das neue Premium. In Bezug auf die Geräuscharmut scheint mir das auf jeden Fall zu stimmen.
Die Akustik eines Autos verändert sich, je nach dem ob man im Auto oder neben dem Auto ist. Von Aussen können die Abrollgeräusche schon ab 40 km/h überwiegen, da der Motor gekapselt ist und die Räder nicht. Von innen hört man den Motor mehr und die Abrollgeräusche weniger.
Gruss Tango / Joe

möglich aber nicht Alltäglich
201,8 km E-Reichweite mit 10,2 kWh mit RE bei 4 Pässefahrt
171,7 km E-Reichweite mit 10,1 kWh ohne RE
98,8 km E-Reichweite mit 9,7 kWh ohne RE auf der Strecke Swiss-Ecodrive 2013
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