Innenraum, Sitze, Kofferraum sind logischerweise geräumiger als beim Ampera. Gerade der doppelte Kofferraum (vorne und hinten) lässt sich beim Demonstrieren als Gag nutzen ("Wo ist der Motor?"
Neben der brachialen Kraft des Antriebs gefällt mir am Besten: Die Reichweite, die mich die Tugenden des Elektrofahrens vergessen läßt. Die volle Ladung auf SOC 80-90% ermöglicht bisher jede Tour ohne an eine Steckdose denken zu müssen. Gerade beim Ampera versuchte ich immer ohne Sprit auszukommen. Auch bei kurzen Fahrten zu Freunden oder zum Einkaufen schaute ich nach Lademöglichkeiten: Schuko mit langen Kabel über den Balkon, Ladesäulen in der Nähe etc. Nun sieht man es gelassen, weil die Schukoladung kaum Sinn macht bei dem großen Akku. Um so mehr Spass macht eine Typ2-Ladesäule wenn sie 32A dreiphasig anbietet. Da merkt man den Unterschied sehr zu den 16A einphasig des Amperas. Da freut man sich wirklich auf die Supercharger. Super ist auch, daß man die maximale SOC zwischen 50 und 100% in mehreren Stufen sogar aus der Ferne einstellen kann => Akkuschonung trotz maximaler Ausnutzung der Kapazität möglich.
Bei Fahren fällt man schnell wieder in alte Gewohnheiten zurück und bleibt öfter auf der linken Spur und der Energieverbrauch steigt an. Aber bei einem neuen Wagen ist das ein paar Tage erlaubt.
Das Bedienkonzept ist übrigens gewöhnungsbedürtig wie beim Ampera. Der Tempomat am Zusatzlenkstockhebel führt bei mir noch oft zu Fehlbedienung (Blinken, Fernlicht des unteren Hebels entspricht TempoPlus/Minus und Tempomat An/Aus am oberen
Die Rekuperierung ist in der stärksten Stufe meiner Meinung nach schwächer als beim Ampera in L, dafür scheint beim Bergabfahren die Stärke zuzunehmen. Auf der Autobahn ist die Rekuperierung perfekt für die Ein-Pedal-Bedienung, im Stadtverkehr nimmt oft die Bremse dazu (anders als beim Ampera).
Wunderbar funktioniert das DAB+ mit allen Features, cool sind die CD-Cover bei jedem Lied.
Fehlermeldungen gab es auch schon mal: Der Sensor des mittleren Rücksitzes reagiert oft auf einen breiteren Passagier auf den äußeren Plätzen => Gebimmel, weil der Gurt nicht angelegt wäre.
Die App macht Spaß und wird zum Vorheizen genutzt, braucht manchmal lange für die Verbindung. Insgesamt scheint die Heizung bei dem großen Akku weniger ins Gewicht zu fallen als beim Ampera.
Die Geräuschkulisse hört sich aus meiner Sicht ähnlich wie im Ampera an, auch bei hohen Geschwindigkeiten ist die Fahrt relativ leise. Mir fehlen die Vergleiche mit anderen Autos der Oberklasse.
Bei der Kälte begrenzt der S die Leistung beim Entladen und Rekuperieren, symbolisiert durch gestrichelte Linien im Display: Nach einigen Kilometern hat sich der Akku aufgeheizt und die Begrenzer verschwinden.
