FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Alles zur Stromversorgung des Ampera/Volt - Solarstrom, Windstrom, Strom aus eigener Herstellung
Prodatron
500 kW - overdrive
Beiträge: 624
Registriert: 15. Apr 2013 16:24
Wohnort: Moers
Kontaktdaten:

FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Prodatron »

Da ich mir gerade mit dem Bettermann-Ladekabel eine Art eigene Wallbox für den Ampera in die Garage baue, kam nochmal das Thema Fehlerstrom-Schutzschalter auf. Bei meinem Bettermann-Ladekabel hing dieser mit dran:
http://www.amazon.de/Schwabe-45201-Pers ... _sim_diy_9
Dieser FI scheint allerdings keiner vom Typ B zu sein. Ich hab ihn mittlerweile abmontiert, da er durch einen für die Hutschiene ersetzt wird (die Ladebox wird in der Garage fest montiert).

Nun hab ich allerdings im Zusammenhang mit dem Laden von Elektro-Autos gehört, daß man FIs vom Typ B (allstromsensitiv) verwenden muß, da auch Gleichstrom-Fehlerströme fließen können.
Jetzt meine Frage:
- Betrifft dies auch den Ampera?
- Oder sind solche FIs nur bei 3phasigem Laden (ab 11KW) notwendig (scheinbar sind sie hier sogar vorgeschrieben)?

Die Frage stelle ich deshalb, da Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ B nicht gerade günstig sind (350-500€ :shock: ), möchte aber selbstverständlich auf eine sichere Installation nicht verzichten. Wenn ich die allerdings vorerst gar nicht brauche, da ich derzeit noch nicht mit Drehstrom lade, könnte ich das Geld erstmal sparen?

CU,
Prodatron
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Opel Ampera ePioneer MJ2012 *CU112* seit Juli 2013
franki_schmidt
16 kWh - fährt
Beiträge: 34
Registriert: 24. Okt 2012 09:42
Kontaktdaten:

Re: Fi

Beitrag von franki_schmidt »

"Ob ein FI Typ B erforderlich ist, hängt nicht von der Ladebox ab, sondern vom im Auto verbauten Ladegerät. Um ganz genau zu sein: Es hängt davon ab, ob das Ladegerät im Auto die Gleichstromseite (Batterie) von der Wechselstromseite (Hausnetz) galvanisch trennt. Wenn ja, kann das Auto in das Hausnetz keinen Gleichstrom als Fehlerstrom schicken und ein FI Typ A reicht als Schutz. Ohne galvanische Trennung kann das Auto einen Gleichstrom als Fehlerstrom ins Hausnetz schicken und es muss ein FI Typ B sein, weil ein Typ A einen solchen Fehlerstrom erstens nicht erkennt und zweitens schon bei viel kleineren Gleichstrom-Ableitungen gestört wird."

Gefunden in anderen forum. Da ich als e-ing ein kleines bisschen mich damit beschäftige, denke ich ist ne Klasse Erklärung.
Prodatron
500 kW - overdrive
Beiträge: 624
Registriert: 15. Apr 2013 16:24
Wohnort: Moers
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Prodatron »

Besten Dank für die Info!
Jetzt müßte man noch wissen, ob das im Ampera galvanisch getrennt ist oder nicht?
Scheinbar ist es z.B. im Tesla S nicht getrennt, da dort im Forum ein FI Typ B als erforderlich angesehen wird.

CU,
Prodatron
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Opel Ampera ePioneer MJ2012 *CU112* seit Juli 2013
franki_schmidt
16 kWh - fährt
Beiträge: 34
Registriert: 24. Okt 2012 09:42
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von franki_schmidt »

Hi, ich würde schon davon ausgehen, das es nach deutschen standard gebaut wurde. VDE 100 und weitere... - sind Netzteile mit galvanischer Trennung vorgeschrieben. Mindestens bei teilen, die so mit Personen in Berührung kommen. Oder sie sind Schutzisoliert wenn keine galv. Trennung. Wird für den ganzen ampi schwierig.
franki_schmidt
16 kWh - fährt
Beiträge: 34
Registriert: 24. Okt 2012 09:42
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von franki_schmidt »

PS. Tesla ... T's die amis halt. Aber ist ja primär auch nicht für den deutschen Markt vorgesehen.
Prodatron
500 kW - overdrive
Beiträge: 624
Registriert: 15. Apr 2013 16:24
Wohnort: Moers
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Prodatron »

Hab hier gerade nochmal die Info von Tubist88 in einem anderen Thread gefunden:
viewtopic.php?f=25&t=1953&p=24552#p24534
"In der Garage Unterverteilung setzen, FI dort einbauen. Idealerweise einen Typ B auch "allstromsensitiv" genannt. Damit bist Du dann auch für zukünftige E-Autos gut vorbereitet. Beim ZOE ist das Vorschrift."
Der ZOE ist allerdings auch kein Ami :) Allerdings schließe ich aus seiner Aussage, daß der Ampera dann wirklich noch keinen FI Typ B benötigt, aber quasi alle anderen (zukünftigen), die einen etwas stärkeren bzw. mehrphasigen Ladestrom vertragen. Wenn das so ist, dann laß ich das erstmal so mit dem günstigen FI und rüste nach, wenn bei mir noch regelmäßig ein anderes EV mit Typ B FI Anforderung tankt.

CU,
Prodatron
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Opel Ampera ePioneer MJ2012 *CU112* seit Juli 2013
Aaamperaaa
500 kW - overdrive
Beiträge: 689
Registriert: 4. Mär 2012 07:16
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Aaamperaaa »

Der Ampera wird ja immer nur auf einer Phase geladen. Auf dieser Phase den FI installieren und alles ist gut.

Bei anderen (z.B. Tesla) wird mit 3 Phasen geladen. Dort ist dann ein FI Typ B empfehlenswert.
Prodatron
500 kW - overdrive
Beiträge: 624
Registriert: 15. Apr 2013 16:24
Wohnort: Moers
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Prodatron »

Jetzt bitte nochmal für Deppen wie mich zum Mitschreiben: :D
Ein Gleichstrom-Fehlerstrom kann nur bei mehrphasigen Anschlüssen auftreten?
Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht
Opel Ampera ePioneer MJ2012 *CU112* seit Juli 2013
Ampera_CH
111 kW - voll elektrisch
Beiträge: 212
Registriert: 4. Apr 2012 11:43
Wohnort: Schindellegi/Schweiz
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von Ampera_CH »

Hallo zusammen

Musste bei der Installation meiner Ladestation für meinen Ampera einen ganz normalen FI TYP A an den Elektriker bezahlen.

Beim Renault ZOE hingegen ist ein FI Typ B ein MUSS. Hat aber nichts mit 1-phasig oder 3-phasig zu tun, sondern einzig mit der Bauart des Chamäleon-Laders. Dies macht die Installationskosten nicht gerade zum Schnäppchen, da für einen FI Typ B knapp CHF 1'000.- zu bezahlen waren. Umgekehrt bin ich jetzt für alle Eventualitäten gerüstet!

Grüsse aus der Schweiz

Ampera_CH (Dieter)
Ampera MJ 2012 von Frühling 2012 bis Sommer 2013
Outlander PHEV von November 2013 bis Januar 2015
Seit Juli 2013 Renault ZOE Intens und
ab Mai 2015 (so TESLA will!) Model S 85D
kmkce
60 kW - range-extended
Beiträge: 72
Registriert: 15. Nov 2011 12:20
Wohnort: Ottobrunn bei München
Kontaktdaten:

Re: FI Schutzschalter Typ B für Ampera erforderlich?

Beitrag von kmkce »

Ich bin zwar kein Elektriker, möchte aber auf etwas wichtiges hinweisen: So weit ich weis, darf man Typ B NICHT hinter einem Typ A hinzuschalten. Anders gesagt, Typ B mus als einziger Schütz auf der Leitung stehen, sonst kann es passieren, dass einer der beiden nicht funktioniert. Also falls die Leitung zur Garage bereits geschützt ist, sollte man vorerst ein Elektriker fragen, bzw. den Schütz komplett ersetzen.

Steht auch in der Einbauanleitung z.B. unter https://www.automation.siemens.com/mcms ... tpi_de.pdf

Grüße
Volt-Freund
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste